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Noch geht’s halbseitig durch, doch wegen der Bauarbeiten an der Staatsstraße ist die Ortsdurchfahrt Oberlaindern ab kommender Woche komplett gesperrt. Kraftfahrer müssen weite Umwege in Kauf nehmen.

Zum Endspurt der Bauarbeiten wird dicht gemacht

Ortsdurchfahrt Oberlaindern wird komplett gesperrt

Oberlaindern – Die Oberlainderner Ortsdurchfahrt ist seit zwei Monaten eine Baustelle. Bisher konnte der Verkehr mit einer Ampelschaltung halbseitig an den Arbeiten auf der Staatsstraße vorbeifließen. Damit ist ab kommender Woche erst mal Schluss: Es steht eine Vollsperrung an.

Auf Oberlaindern rollt Großes zu: Die Gemeinde Valley weist am Martinshof und nördlich des Oped-Medizinparks zwei neue Gewerbegebiete aus. Die Zweiteilung des Dorfs – mit Wohnbebauung im Süden der Ortsdurchfahrt und Gewerbe im Norden – zementiert sich damit endgültig. Derzeit rüstet die Gemeinde die Infrastruktur dafür auf. 

Die Staatsstraße 2073 (Miesbacher Straße) wird in Oberlaindern auf Höhe des Abzweigs Waldhausweg – der als Zufahrt zu den neuen Gewerbegebieten dient – aufgeweitet, um eine Linksabbiegespur unterzubekommen, auf der zwei Lkw Platz haben. Das hatte das Straßenbauamt Rosenheim zur Bedingung gemacht, weil sonst Verkehrsprobleme zu befürchten standen. Der Waldhausweg selbst wird um einen Meter auf sechs Meter verbreitert. Weil der bestehende Bahnübergang dann zu schmal wäre, wird auch dieser aufgeweitet. Die Arbeiten der Deutschen Bahn laufen ebenfalls. Weil die Überquerung des Bahnübergangs nicht möglich ist, lagerte die Gemeinde den Parkplatz am Waldhausweg, den Oped-Mitarbeiter nutzen, an den Friedhof aus. Der provisorisch aufgekieste Parkplatz wird zurückgebaut, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Dieser Zeitpunkt rückt nun näher. Doch zuvor heißt es für Kraftfahrer und Anwohner nochmal tief Luft holen: Die Oberlainderner Ortsdurchfahrt muss ab kommender Woche komplett gesperrt werden, kündigt Bürgermeister Andreas Hallmannsecker an. 

Die Tragschicht im Waldhausweg ist bereits fertig eingebaut, auch Strom- und Glasfaserkabel sind eingezogen. Am Montag, 6. Juni, ist nun geplant, die Verbreiterung des Bahnübergangs weitgehend abzuschließen. „Von beiden Seiten des Waldhauswegs wird auf den Bahnübergang zugearbeitet“, erklärt Hallmannsecker. Ab Dienstag, 7. Juni, ist dann die Staatsstraße an der Reihe: Für den Neuaufbau muss der Baustellenbereich komplett für den Verkehr gesperrt werden. Die Umleitung ist nur weiträumig möglich, über Osterwarngau und Schmidham beziehungsweise über Kreuzstraße. Wenn die Tragschicht fertig ist, soll von Dienstag bis Donnerstag, 14. bis 16. Juni, die Fahrbahn asphaltiert werden. Am Freitag, 17. Juni, stehen die Markierungsarbeiten auf dem Programm. Dann muss der Asphalt sich glätten und die Markierung trocknen. Läuft alles glatt und spielt das Wetter mit, wird die Vollsperrung am Montag, 20. Juni, aufgehoben und die Ortsdurchfahrt wieder freigegeben. 

Bis Ende Juni wird dann auch der Waldhausweg asphaltiert. Der Bahnübergang wird in der kommenden Woche mit den entsprechenden Belägen ausgestattet. Eine weitere Vollsperrung des Übergangs steht im August an, wenn die neue Signalanlage eingebaut wird. Einschränkungen im Zugverkehr sind kurzzeitig zu erwarten, während die neue Technik installiert wird. 

Die Baustellen lägen noch im Zeitplan – trotz witterungsbedingter Verzögerungen, erklärt Hallmannsecker. „Dafür wurde teilweise nachts gearbeitet.“ Auch die Kosten lägen im Rahmen. Das Projekt – Ausbau von Staatsstraße und Waldhausweg mitsamt Aufweitung des Bahnübergangs – ist mit insgesamt 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Die reinen Erschließungskosten werden nach der Endabrechnung auf die Bauwerber umgelegt.

Katrin Hager

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