Drei Asylbewerber saßen zu unrecht in Untersuchungshaft

Erfundene Vergewaltigung: 20-Jährige verurteilt

Holzkirchen - Frei erfunden hatte eine 20-jährige Waakirchnerin die versuchte Vergewaltigung am Holzkirchner Bahnhof – und so drei Asylbewerber in U'Haft gebracht. Jetzt wurde sie selbst verurteilt.

Wie berichtet, hatte die Waakirchnerin behauptet, in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2015 von drei Ausländern in der Nähe des Holzkirchner Bahnhofs bedrängt worden zu sein. Die Polizei nahm schließlich drei 18-jährige Afghanen als Tatverdächtige fest. Diese waren damals als Flüchtlinge in Holzkirchen untergebracht. Als ein unbeteiligter Zeuge den Vorfall deutlich anders schilderte, räumte die damals 19-Jährige ihre falsche Verdächtigung ein. Demnach habe sie nur einer der Männer zum Bahnhof begleitet. Als dieser zudringlich wurde, habe sie ihn zurückgewiesen, woraufhin er von ihr abließ.

Vor Gericht blieb die Frau bei dieser Aussage. Weil die drei Männer zu unrecht zwei Wochen in Untersuchungshaft saßen, warf ihr die Staatsanwaltschaft auch mittelbare Freiheitsberaubung vor. Am Ende wurde sie deshalb nach dem Jugendstrafrecht zu 160 Sozialstunden verurteilt. Zudem muss sie den beiden unbeteiligten Männern jeweils 200 Euro zahlen und sich einer Suchtberatung unterziehen.

sg

Rubriklistenbild: © dpa

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