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Grübelstube: Die Büros im Gründerzentrum im dritten Stock sind im Schnitt nur 40 Quadratmeter groß. Thomas R. Köhler (M.), Geschäftsführer von „SecIQ“ führt den Unternehmern seinen Pixelgateway vor.

Eröffnung Impulszentrum

Eine Chance für Start-Up-Firmen

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Holzkirchen - Hier haben auch Start-Up-Firmen die Möglichkeit, sich auf kleinem Raum zu etablieren: Das Impulszentrum im Gewerbegebiet Nord bei Föching ist fast voll. Jetzt fand die offizielle Eröffnung statt.

Der Zauberkasten braucht nicht viel Platz. Thomas R. Köhler führt seinen Pixelgateway vor – eine patentierte Hardwarebox, die einen sicheren Internetzugang und Datenverkehr verspricht. 30 Quadratmeter für ein Büro reichen dem Geschäftsführer des Start-Up-Unternehmens „SecIQ“. „Die Lage ist ideal“, sagt er. Seine Mitarbeiter kommen bis aus München. Und dann ist da der herrliche Bergblick aus dem dritten Stock. Eine Etage tiefer erklärt Martin Weinmayr, Geschäftsführer von „Dasistweb“, dass in seiner Firma „maximal vier Leute pro Büro“ sitzen. Große Open-Space-Modelle seien modern, aber schlecht für die Konzentration. Seine 17 Webdesigner arbeiten in verglasten Büros, die eine offene Atmosphäre schaffen. Nebenan sitzt die Firma MPS, die zum Beispiel Steckverbinder vertreibt. Drei Uhren ticken am Eingang. Sie zeigen, wie spät es in Hongkong, Boston und Holzkirchen ist. 

Von diesem weltmännischen und kreativen Geist konnten sich jetzt gut 50 Unternehmer bei der Eröffnung des Impulszentrums im Gewerbegebiet Nord in Föching und im Rahmen eines Unternehmerfrühschoppens des Unternehmerverbands Miesbach (UVM) überzeugen. Anschließend saßen alle im Erdgeschoss bei Ratschiller’s zusammen. Hier stellte die Familie Duttler aus Bad Tölz, die das Impulszentrum baute und die Flächen vermietet, das Konzept vor. Die Investitionskosten seien „ein Betriebsgeheimnis“. 

Laut Juniorchef Markus Duttler sind zehn Firmen mit insgesamt gut 150 Mitarbeitern im 3200 Quadratmeter großen Impulszentrum unterkommen. 450 Quadratmeter gehören zum Gründerzentrum im dritten Stock. Hier seien die Räume nur um die 40 Quadratmeter groß. Die Firmen teilen sich Sanitäranlagen und Küche. Bei dem Rest handle es sich um klassische Bürovermietung. Zwei Flächen seien noch frei. 

Laut Seniorchef Franz Duttler ist der Kontakt über SMG-Chef Alexander Schmid entstanden. „Uns war sofort klar, dass der Standort super ist.“ Wegen der Nähe zur A 8 und München sowie der „günstigen Gewerbesteuer“. „Gewerbeflächen vermieten ist eine Herausforderung.“ Diese habe sein Sohn Markus gemeistert. „Wir mussten ein Gebäude konzipieren, das flexibel zu verwenden ist.“ Tochter Christine entwarf ein Gebäude ohne tragende Innenwände. Sohn Markus lobte, dass die Gemeindewerke einen Glasfaseranschluss legten. 

UVM-Vorsitzender Klaus-Dieter Graf von Moltke betonte, dass es sich um ein privat finanziertes Gründerzentrum handelt. Firmen, die am Anfang stehen, könnten sich etablieren und ein Netzwerk aufbauen. 

„Wir sind mit einem selbstbewussten Konzept aufgetreten“, meinte Bürgermeister Olaf von Löwis zum Gewerbegebiets. Das Impulszentrum habe andere Firmen wie Bosch angelockt. Die Anbindung an könnte noch besser werden – durch einen Bahnhaltepunkt in Föching „Wir wollen da dran bleiben“, versicherte er. „Außerdem ist eine gute Radverbindung zwischen dem Holzkirchner Bahnhof und dem Gewerbegebiet gewünscht.“

Von Marlene Kadach

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