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Axel Kisters fühlt sich dem Jahrgang besonders verbunden.

Nach Eröffnung im Jahr 2014

Erste Abiturprüfung am Gymnasium Holzkirchen

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Wenn am Mittwoch die Abiturienten am Gymnasium Holzkirchen ihre Prüfungsaufgaben erhalten, ist das ein emotionaler Augenblick. Es ist der erste Abschlussjahrgang der jungen Schule.

Holzkirchen – „Jetzt ist es endlich so weit“, sagt Direktor Axel Kisters. Er wird am Mittwochfrüh um 6.30 Uhr unter Zeugen das Siegel der vom Kultusministerium zugesandten Aufgaben brechen und sie mit den am Abitur beteiligten Kollegen der Fachschaft Deutsch gemeinsam in Augenschein nehmen. Bevor den Absolventen am Mittwoch um 8 Uhr die Aufgaben ausgehändigt werden, überprüfen sie Verständlichkeit und Korrektheit. „Falls es Fehler gibt, haben wir Gymnasien eine Hotline zum Ministerium“, erklärt der Schulleiter und dass man bis Prüfungsbeginn darauf achte, ob sogenannte Notmeldungen eingehen. Wenn in ein paar Tagen die Mathematiker dran sind, werden sie frühmorgens die Aufgaben durchrechnen.

Spannend werde es, wenn die Schüler Auswahlmöglichkeiten haben. Vorbereitet seien sie dafür in jedem Fall gut, erklärt Kisters zuversichtlich und lobt das persönliche Engagement seiner Abiturienten. Eines Jahrgangs, der ihnen bei aller Wertschätzung für alle Kinder und Jugendlichen im Haus doch besonders ans Herz gewachsen sei. „Sie waren immer die Großen. Diejenigen, die immer Verantwortung übernehmen mussten und das auch gern getan haben.“ Das Gymnasium Holzkirchen wurde 2014 eröffnet, heuer findet dort erstmals eine Abiturprüfung statt. Das „Projekt 2020“, wie sie es schulintern früh benannt wurde.

Impulse fürs Schulleben, die von Seiten der Schüler kamen, stießen meist die „Großen“ an. Schülersprecher kamen aus ihren Reihen, wie auch die Initiative für eine Schülerzeitung. Nur verständlich, dass sich Direktor und Lehrer der ersten Stunde ihnen „emotional sehr verbunden“ fühlen. Souverän hätten sie die besonderen Anforderungen durch Corona gemeistert, ohne an Motivation einzubüßen, lobt Kisters.

So geht es für die vier Kurse am Mittwoch in acht Räumen in die Prüfungen. In aller Ruhe, denn mit nur zwei weiteren Altersklassen im Gebäude verdanken die Abiturienten Corona auch ein leeres, stilles Schulhaus.

sie

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