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Über die Notwendigkeit zusätzlicher Züge fürs Oberland sprachen in Holzkirchen (v.l.) CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Verkehrsminister Hans Reichhart, Bürgermeistersprecher Olaf von Löwis, Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner und der Tölzer Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber.

Geforderte Erweiterung der BOB-Flotte

Zusätzliche Lint-Züge könnten Ende 2020 fahren

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Die Zeichen für zusätzliche Fahrzeuge für die Bayerische Oberlandbahn stehen gut. Ende Juni entscheidet der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft.

Aktualisierung 16.30 Uhr: Unsere Redaktion wollte vom Verkehrsministerium wissen, wie die nächsten Schritte aussehen. Nachfolgend die Antwort: „Im nächsten Schritt entscheidet Ende Juni der Aufsichtsrat der BEG über die Bestellung unter Berücksichtigung der betrieblichen und technischen Möglichkeiten sowie der verfügbaren Finanzmittel. Vorbehaltlich einer positiven Entscheidung des Aufsichtsrats kann die BEG als ausführender Besteller der Zugleistungen nach Auslieferung der Fahrzeuge das zusätzliche Angebot voraussichtlich für das Fahrplanjahr 2021, also ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020, auf den Weg bringen. Die Kosten der Fahrzeuge sind Teil des kalkulierten Bestellerentgelts und werden somit gegebenenfalls vom Freistaat Bayern getragen.“

Die ursprüngliche Pressemitteilung: Ein störungsfreier und stabiler Bahnverkehr im Oberland – das ist laut einer Pressemitteilung das gemeinsame Ziel der Abgeordneten Ilse Aigner, Martin Bachhuber und Alexander Radwan sowie des Moderators der Bahngespräche im Oberland und Bürgermeistersprechers Olaf von Löwis. Damit dies nicht länger Zukunftsmusik bleibt, sondern so bald wie möglich Realität wird, haben sie sich für eine zusätzliche Verstärkung der LINT-Flotte stark gemacht, die 2020 die aktuellen Talent- und Integral-Züge ersetzen wird. Dies haben sie mit dem Verkehrsminister Hans Reichhart bei einem Vorort-Termin in Holzkirchen erörtert.

Sie appellierten an Reichhart, bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) schnellstmöglich die Bestellung von sechs weiteren LINT-Zügen voranzutreiben – zusätzlich zu den 25, die die gesamte bestehende Fahrzeugflotte austauschen sollen. Reichhart sicherte seine Unterstützung zu: „Aufgrund der Kapazitätsengpässe besteht hier dringender Handlungsbedarf. Wir stellen so sicher, dass der Bahnverkehr im Oberland noch mehr stabilisiert wird. Damit können wir für das Oberlandnetz ein bedarfsgerechtes Angebot bereitstellen.“

Aigner ist sich sicher, dass bereits mit dem 1:1-Austausch der alten Fahrzeuge, den sie als Bayerns Verkehrsministerin im vergangenen Jahr genehmigt hat, die Ausfälle deutlich weniger werden. „Der große Vorteil ist, dass damit nur noch ein System auf der Schiene ist und nicht zwei – wie derzeit mit dem Integral und dem Talent. Deshalb können künftig alle Zuggarnituren miteinander kombiniert werden, wenn mal Not am Mann ist.“ Durch die zusätzlichen sechs Züge würde die Zuverlässigkeit noch einmal erhöht, weil dann ein Puffer in Form zusätzlicher Fahrzeuge da sei, erläuterte Aigner.

Ein weiterer Vorteil dieser Maßnahme wäre, dass damit eine Ausweitung des Halbstundentakts am Wochenende möglich wird. Die Ausnahme ist der Abschnitt Schliersee – Bayrischzell, da hier die Infrastruktur nur einen Stundentakt erlaubt. Die zusätzlichen Züge ermöglichen außerdem so genannte überschlagende Wenden am Münchner Hauptbahnhof. Das bedeutet, dass unabhängig vom ankommenden Gegenzug ein Zug zur Abfahrt bereitsteht, was Verspätungen reduziert. Mit diesem Maßnahmenpaket, so Aigner, „können wir den Zugverkehr im Oberland stabilisieren und an die Bedürfnisse der Pendler, Touristen und Ausflügler anpassen“.

Lesen Sie auch: Was BOB-Chef Fabian Amini zu den Zugproblemen der vergangenen Tage sagt

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