Geschäftsleiter bestätigt

Es bleibt dabei: Bei der Spardabank kostet das Konto nichts

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Ob Lohn-, Gehalts- oder Rentenkonto: Bei der Spardbank in Holzkirchen bleiben diese Konten gebührenfrei. Und daran wird sich so schnell nichts ändern,  versichert der Geschäftsstellenleiter.

Holzkirchen – Die Sparda-Filiale am Holzkirchner Bahnhof kann mit einem Pfund wuchern, das längst nicht mehr alle Banken in der Auslage haben: ein gebührenfreies Lohn-, Gehalts- und Rentenkonto. Und daran wird sich so schnell nichts ändern, wie Andreas Kulot, Leiter der Geschäftsstelle in Holzkirchen, jetzt bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017 versicherte: „Aus heutiger Sicht bleibt unser Girokonto auch die nächsten Jahre gebührenfrei.“

Alle relevanten Geschäftszahlen der Holzkirchner Sparda dokumentieren, dass Kunden aus der Region die „kleine“ Bank am Bahnhof – sie läuft als Filiale der Sparda-Bank München – sehr zu schätzen wissen. Im vergangenen Jahr zeichneten 193 neue Mitglieder Anteile. Der Zuwachs fällt nicht so groß aus wie 2016, liegt aber bei erfreulichen 3,5 Prozent. Zum Jahresende zählte die Geschäftsstelle damit fast 3700 Mitglieder.

Noch einmal zulegen konnte 2017 das Kundenkreditgeschäft. Insgesamt hatte die Holzkirchner Sparda zum Jahresende 66,3 Millionen Euro an Krediten vergeben – fast acht Prozent mehr als im Vorjahr. Kein Wunder: Angesichts der historisch niedrigen Zinsen steigt die Bereitschaft, sich eine größere Anschaffung auf Pump zu leisten. Das trifft im Besonderen auf größere Baufinanzierungen zu (10,9 Millionen Euro), aber auch auf „kleinere“ private Kredite (636 000 Euro).

Andererseits stellt sich die Frage: Was tun mit dem Ersparten, wo doch die herkömmlichen Anlageformen keine Zinsen mehr abwerfen? Letzteres stört viele Kunden offenbar nicht. „Unsere Kunden setzen bei ihren Einlagen weiterhin auf Flexibilität und kurzfristige Liquidität“, verrät Kulot. Ende 2017 hatten Sparda-Kunden nicht weniger als 77,4 Millionen Euro am Holzkirchner Bahnhof geparkt. Der Bestand erhöhte sich, verglichen mit 2016, um 8,3 Millionen Euro – das entspricht einem Plus von zwölf Prozent.

Verwunderlich ist, dass die Sparer nicht stärker auf Fondsanlagen setzen, die zwar keine festen Renditen garantieren, aber mittelfristig und relativ seriös schöne Zinsen versprechen. Immerhin stieg der Fondsbestand der Holzkirchner Sparda-Kunden von 6,5 (2016) auf 8,1 Millionen Euro zum Ende des Vorjahres.

Fünf Mitarbeiter beschäftigt die kleine Bank am Bahnhof. Stolz ist Kulot darauf, dass die Geschäftsstelle im Vorjahr insgesamt 30 000 Euro aus den Erträgen des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank München e. V. (GSV) für gute Zwecke spendete. Gefördert wurden 16 Projekte aus der Region.

avh

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Büttner

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