Max Röger (r.) darf nicht mehr Jugendbeauftragter sein. Seine Kollegin Claudia Orlando wurde ebenfalls abgestraft.  

Max Röger (19) verteidigt sich weiter

Ex-Jugendbeauftragter: „Mir ist kein Fehler unterlaufen“

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Der Gemeinderat hat Max Röger nicht mehr als Jugendbeauftragten bestellt – weil er Chef der JU Holzkirchen ist. Im Gespräch streitet er Fehlverhalten weiter ab.

Holzkirchen - Herr Röger, wie geht’s Ihnen ein paar Tage nach der Watschn im Gemeinderat?

Fünf Jahre lang habe ich mich sehr gerne für die Jugend ehrenamtlich engagiert. Ich habe mich damit abgefunden, dennoch hat die Entscheidung Claudia Orlando und mich sehr getroffen.

Welche Reaktionen haben Sie seither bekommen?

Ich habe – vor allem in den sozialen Medien – sehr viel Rückhalt und Zuspruch erhalten und bin auch von vielen Bürgern direkt angesprochen worden, die die Entscheidung nicht nachvollziehen können.

Ist Ihnen nach einigem Nachdenken doch noch eigenes Fehlverhalten eingefallen? Vielleicht gerade im Wahlkampf, in dem die JU recht kantig auftrat?

Nein. Eine strikte Ämtertrennung ist für mich selbstverständlich, dabei ist mir kein Fehler unterlaufen und es wurden auch im Gemeinderat keine genannt.

Auch nicht, als Sie als Gemeinderat kandidierten?

Ich war nicht der einzige Beauftragte, der für den Gemeinderat kandidierte. Dass man zwischen der eigenen Kandidatur und dem gemeindlichen Ehrenamt trennt, war für mich und sicher auch für die anderen Beauftragten selbstverständlich.

2019 hat sich die JU von der Fridays for Future“-Bewegung der Schüler distanziert. Mit einem Infostand während einer Demo. Könnte es sein, dass Sie hier mal den falschen Ton getroffen haben?

An dem Infostand war ich als JU-Vorsitzender, wir haben über die Klimapolitik vor Ort aufgeklärt und interessante Gespräche geführt. Das hatte aber nichts mit meinem Ehrenamt als Jugendbeauftragter zu tun.

Ihre Kollegin Claudia Orlando, die mit der ganzen Sache nichts zu tun hat, wurde ebenfalls abgestraft. Wie schaut es mit ihrer Zukunft aus?

Darüber, dass Claudia vom Gemeinderat als Unbeteiligte mit mir abgelehnt wurde, bin ich sehr enttäuscht. Ich hoffe aber, dass sie sich noch mal mit ihrer Erfahrung bewirbt. Letztlich liegt die Entscheidung bei ihr.

Was möchten Sie der Holzkirchner Jugend noch als Schlusswort mitgeben?

Auch wenn man manchmal negative Erfahrungen wegstecken muss, ist es doch eine großartige Chance, sich für die Jugend zu engagieren. Und ich hoffe, dass sich einige Bewerber als Jugendbeauftragte finden werden.

Das Gespräch führte

Marlene Kadach.

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