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Musste am Dienstagvormittag mit mehreren Ausfällen kämpfen: BOB.

Nach Chaosfahrten am Vormittag

Fahrgäste stranden im Schnee: So erklärt sich die BOB

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Holzkirchen/Tegernsee - Am Dienstagvormittag mussten BOB-Pendler wieder schwere Leidensprüfungen über sich ergehen lassen. Jetzt reagiert die BOB mit einer Erklärung.

Die Bayerische Oberlandbahn stellt darin klar, dass das Unternehmen selbst an den Störungen schuld ist. Kaputte Fahrzeuge waren die Ursache, nicht ein Problem mit dem Schienennetz, das von der DB Netz betrieben wird und laut BOB auch immer wieder für Probleme sorge. Dank der Masse an defekten Züge fielen mitten im Berufsverkehr und Winterwetter mehrere Verbindungen komplett aus, mussten durch Busse ersetzt worden - aber viel ärgerlicher für die Pendler: Einige Anschlüsse klappten gar nicht. Die Fahrgästen mussten teils über eine Stunde auf den kalten Bahnhöfen im Schneetreiben warten.

„Es tut uns sehr leid, dass unsere Fahrgäste heute Morgen nicht mit der gewohnten Taktung fahren konnten“

entschuldigt sich BOB-Chef Bernd Rosenbusch in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Mechaniker hätten im Akkord gearbeitet, um das Problem zu lösen. Gleichzeitig habe man sofort Busse organisiert. Inzwischen fahre die BOB wieder einigermaßen nach Fahrplan.

BOB erklärt: Deshalb gab es die Ausfälle

Insgesamt ging es um drei defekte Fahrzeuge: Ein defektes Relais an einem Zug führte dazu, dass die Zugfahrt ab Tegernsee um 6:52 Uhr ausfallen und durch einen Bus ersetzt werden musste. Aufgrund eines defekten Batterieladegerätes konnte der Zug ab Bayrischzell um 7:32 seine Zugfahrt erst 30 Minuten später beginnen. Ein weiterer Zug blieb kurz nach einem Bahnübergang in Hausham liegen. Hier hatte ein Straßenräumfahrzeug zu viel Schnee auf die Schiene geschoben, wodurch bei einem BOB-Zug beim Durchfahren des Schnees ein Bremsschlauch riss und in der Folge eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Auch die BOB-Mechaniker hatten danach Probleme, da die Technik komplett vereist war.

So will die BOB in Zukunft reagieren

Rosenbusch:

„Wir werden unsere Maßnahmen, die wir zur Winterwartung bereits im November umgesetzt hatten, wiederholen und haben neue Maßnahmen entwickelt. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Sichtprüfungen der sensiblen Kupplungsteile und Befreiung vom Schnee. Wir enteisen und beheizen unsere Fahrzeuge in unserer Werkstatthalle. Ebenso kontrollieren wir unsere Kupplungsheizungen häufiger, um die Funktionalität unseres Kuppelkonzepts für Schaftlach und Holzkirchen zu sichern. Zudem sprechen wir mit den Kollegen der DB Netz AG zu häufigeren Schneeräumungsfahrten. 

Wir wollen so Störungen weiter vorbeugen. Wo Technik im Spiel ist müssen wir leider immer damit rechnen, dass etwas kaputt geht. Vor allem, wenn die äußeren Umstände widrig sind. Mit unseren Maßnahmen wollen wir aber weiterhin für unsere Fahrgäste auch bei starkem Schnee das optimale Verkehrsmittel sein. Und in jedem Fall gelten bei der BOB neben den Fahrgastrechten unsere erweiterte Kundengarantien. Auf diese kann sich jeder Fahrgast berufen.“

kmm

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