Ehedem Hofstelle, jetzt Firmensitz: Der Fahrradbauer Specialized plant einen 17 Meter langen Anbau Richtung Westen sowie einen Querbau mit Giebel. Foto: tp
+
Ehedem Hofstelle, jetzt Firmensitz: Der Fahrradbauer Specialized plant einen 17 Meter langen Anbau Richtung Westen sowie einen Querbau mit Giebel.

Firma Specialized will Standort in Föching ausbauen

Anbau an ehemaligen Bauernhof: Fahrradhändler vergrößert sich

Breiter und höher soll es werden, das Gebäude an der Hauptstraße 4 in Föching. Dort ist derzeit die deutsche Niederlassung des amerikanischen Fahrrad-Herstellers Specialized angesiedelt – und die Firma möchte sich jetzt vergrößern.

Föching – Geht es nach den Plänen des Architekten Andreas Erlacher (Rottach-Egern), dann wird das Hauptgebäude der Specialized-Niederlassung in Föching um 17 Meter nach Westen verlängert. Neben den Erweiterungen des Haupttraktes soll der Querbau ein zusätzliches Stockwerk und auf der Nordseite einen neuen Giebel erhalten.

Außerdem sieht die Entwurfsplanung vor, die Zufahrt zum Gelände von Süden erfolgen zu lassen, wie Jürgen Alt und Doris Hötzendorfer von der Holzkirchner Bauamt-Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Holzkirchner Bauausschusses erläuterten.

Tiefgarage soll erst im zweiten Bauabschnitt folgen

Eine Tiefgarage ist ebenfalls vorgesehen. Weil diese allerdings erst für den zweiten Bauabschnitt angedacht ist, werden die laut Stellplatzsatzung erforderlichen Parkplätze vorerst um das bestehende Gebäude herum platziert. Die Verkehrssituation um das Specialized-Gebäude herum beschäftigte Verwaltung und Ausschuss gleichermaßen. Hötzendorfer schlug etwa mehr oberirdische Begrünung und eine Verlegung der Stellplätze in die Tiefgarage vor. Die Zahl der benötigten Stellplätze sei zudem abhängig von der Nutzung des Gebäudes, sagte sie.

Dazu gab es laut Verwaltung in der bisherigen Planung unklare Angaben. Auch solle die Zufahrt des gewerblichen Verkehrs über die Hauptstraße erfolgen, um die Nachbarschaft südlich des Geländes zu entlasten. Dies war laut Hötzendorfer auch vom Landratsamt angemerkt worden. „Die aktuelle Parksituation ist ein richtiges Durcheinander“, sagte Wolfgang Huber (SPD). Er mahnte an, die Parkplätze ordentlich zu gestalten, und regte an, die Tiefgarage schon im ersten Bauabschnitt zu realisieren.

„Ich bin froh, dass aus dem ehemaligen Bauernhof keine reine Schlafstätte wird“

Der Architekt sicherte zu, die Stellplätze zu ordnen. Außerdem bekräftigte er die Bereitschaft des Bauwerbers, den Lieferverkehr nicht über umliegende Straßen laufen zu lassen. Die Tiefgarage sei erst für den zweiten Bauabschnitt geplant, aus wirtschaftlichen Gründen. Es sei aber beabsichtigt, zügig mit dem Bau voranzukommen.

Mehrere Ausschussmitglieder äußerten Zustimmung zu den Plänen Erlachers. „Ich bin froh, dass aus dem ehemaligen Bauernhof keine reine Schlafstätte wird“, sagte Martin Taubenberger (FWG). Auch Michael Wohlschläger (CSU) zeigte sich erfreut, „dass die Architektursprache des geplanten Gebäudes weiterverfolgt, dass da mal eine Hofstelle war“. Robert Wiechmann (Grüne) sieht das geplante Bauprojekt in Zusammenhang mit dem Ortsentwicklungsplan: „Für solche Ausbauten haben wir immer gestimmt“, fasste Wiechmann die Position seiner Fraktion zusammen.

Nur die Gestaltung des Giebels auf der Nordseite des Quergebäudes rief Kritik hervor. Obwohl er ein Freund von Giebeln sei, gehöre die Planung verschönert, ließ Huber verlauten. Trotzdem: Der Bauausschuss stimmte den Plänen einstimmig zu.

ANDREAS WOLKENSTEIN

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare