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Schneedecke reicht gerade so: Fast überall im Landkreis-Norden sind wieder Loipen gespurt

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Von: Andreas Höger

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Wintersport vor der Haustür: Wie hier unweit des Hartpenninger Sportplatzes können seit Sonntag die meisten Loipen im Landkreis-Norden wieder genutzt werden. Die Betreiber freuen sich über kleine Spenden.
Wintersport vor der Haustür: Wie hier unweit des Hartpenninger Sportplatzes können seit Sonntag die meisten Loipen im Landkreis-Norden wieder genutzt werden. Die Betreiber freuen sich über kleine Spenden. © Thomas Plettenberg

Zentimeter um Zentimeter wuchs die Hoffnung, bis sie sich am Sonntag erfüllte: Vielerorts im Nordlandkreis rückten die Loipenspurgeräte aus. Langläufer und Skater finden aktuell nicht optimale, aber mindestens gute Bedingungen auf den gewohnten Schleifen. Nur eine Gemeinde konnte noch nicht spuren – und das liegt nicht am Schnee.

Holzkirchen – Der erste Schnee der Saison fiel ungewöhnlich früh. Schon Anfang Dezember freuten sich Wintersportler über einige „weiße Tage“ auf Wiesen und Äckern des nördlichen Landkreises; noch vor Weihnachten aber waren alle Loipen abgetaut. Die Schneefälle des vergangenen Wochenendes (21./22. Januar) läuteten jetzt rund um Holzkirchen die zweite Loipenphase der Saison ein. Mindestens bis kommenden Sonntag sind frostige Temperaturen und – speziell am Freitag – sogar weitere Schneefälle angesagt. Langläufer können die Latten fast vor der Haustür anschnallen, ohne weit in die Berge fahren zu müssen.

Holzkirchen

Mit 38 Kilometern, verteilt auf sieben Rundkursen, organisiert die Marktgemeinde Holzkirchen das größte Loipennetz im Norden. Wie Tim Coldewey von der Standortförderung im Rathaus berichtet, sind alle Schleifen seit Sonntag gewalzt und gespurt. „Unsere ehrenamtlichen Fahrer waren in der Nacht auf Sonntag von 1 bis 4 Uhr unterwegs“, berichtet Coldewey. Teils sind die Schleifen verbunden. Zwischen der Roggersdorfer und der Föching/FOS-Runde ist aktuell allerdings ein kleiner Fußmarsch bei Maitz über die Staatsstraße und den Waldkindergarten angesagt. „Auf den Trassen schaut manchmal ein wenig Gras raus“, sagt Coldewey, „aber es ist überall gut zu fahren.“ Seine Lieblingsroute: Das wellige Terrain der Roggersdorfer Waldtrasse. „Sie ist abwechslungsreich und schneestabil.“

Lesen Sie auch: Das ist die Loipen-Lage in Bayrischzell und Fischbachau

Zur Orientierung gibt es an vier Standorten größere Übersichtstafeln. „Wir sind dabei, neue Tafeln zu erstellen, auch weil sich manche Verläufe mittlerweile leicht verändert haben“, sagt Coldewey. In den Vorjahren investierte das Rathaus 10 100 (2021) und 8100 Euro (2022) in die Pflege der Loipen. Das sei nur möglich, weil die Grundstücksbesitzer mitspielen. „Wir sind dankbar für das Entgegenkommen“, sagt Coldewey. Eine Aussage, der sich alle „Loipenspurer“ im Norden anschließen.

Hartpenning

Der TSV Hartpenning hatte schon am Samstag für ein Nachwuchsrennen gespurt. Seit Sonntag tummeln sich auch Breitensportler auf den Routen südlich von Großhartpenning. „Die Schneedecke ist teils dünn“, berichtet TSV-Spartenleiter Georg Zinsbacher. Die Nachtloipe bietet der TSV deswegen noch nicht an. Zinsbacher bittet alle Langläufer darum, beim Parken am Sportheim Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen. Und er hat am Wochenende wieder beobachtet, wie Spaziergänger die Loipentrassen nutzen und so beschädigen. Sein Appell, der nicht nur auf Hartpenninger Loipen gilt: „Bitte nicht auf Trassen spazieren und keine Hunde mitnehmen.“

Weyarn

Auch beim TSV Weyarn sind es ehrenamtliche Fahrer, die auf den Wiesen südlich des Sportheims für Langlauf und Skating spuren. „Besonders das Skaten geht seit Sonntag gut“, sagt Albert Zinsbacher, Sprecher der Loipentruppe. Einheimische und Tagesausflügler nutzen das Angebot, das unter anderem eine „Lauberhorn-Abfahrt“ bereithält. „Auch wir freuen uns über Spenden“, sagt Zinsbacher.

Wall

Gut besucht waren am Sonntag schon die vom SC Wall frisch präparierten Rundkurse. Ausgehend vom Sportheim an der Hummelsberger Straße lassen sich drei verschieden lange Schleifen (bis zu 7,5 Kilometer) Richtung Bürg und Bernloh unter die Latten nehmen. „Ab und zu schaut die Wiese raus“, berichtet Spartenleiter Georg Kuhn, „aber über die Passagen lässt sich gut drüber rutschen.“ Wie überall an den Loipen-Einstiegen sind Kassen für freiwillige Spenden aufgestellt. „Das deckt unsere Spritkosten“, sagt Kuhn.

Valley

In Valley reicht die aktuelle Schneedecke noch nicht, um alle gewohnten Loipen aktiv zu schalten. „Wir bräuchten noch ein paar Zentimeter, um über Maisfelder und Äcker zu kommen“, sagt DJK-Spartenleiter (Ski nordisch) Helmut Adelsberger. Gespurt immerhin sind die Sportplatzrunde (Nachtlauf dienstags und donnerstags bis 20.30 Uhr) sowie etwa zwei Kilometer Richtung Autobahn.

Otterfing

Noch gar nichts geht rund um Otterfing – sehr zum Verdruss der Gemeinde. Für das Ziehen der Trassen nutzt Bauhof-Leiter und „Loipenchef“ Franz Huber ein Spurgerät von außerhalb der Gemeinde. „Leider gibt es aktuell technische Probleme beim Transport des Spurgeräts“, sagt Bürgermeister Michael Falkenhahn. Er weiß, dass viele Otterfinger sehnlichst auf diese Wintersport-Attraktion vor der Haustür warten. „Wir wollen das Problem so schnell wie möglich lösen.“

Weitere Infos zu anderen Loipen im Landkreis finden Sie hier.

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