Critical Mass - Holzkirchen - Radler
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40 Teilnehmer der "Critical Mass" haben am Freitag Aufmerksamkeit für Radler geschürt. Die Idee hatte Tim Roll (l.). 

Critical Mass

Feierabend-Stau in Holzkirchen: Das war der Grund

  • Bastian Huber
    vonBastian Huber
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Sie wollten Aufmerksamkeit schüren - und das ist gelungen. Eine sogenannte "Critical Mass" ist am Freitagabend durch Holzkirchen geradelt. Die Konsequenz: Stau. 

Wer am Freitagabend in Holzkirchen unterwegs war, der dürfte nicht umhingekommen sein, sie zu bemerken: die rund 40 Radler, die als sogenannte "Critical Mass" zwischen 18 und 19 Uhr auf der Münchner, Tölzer und Miesbacher Straße für Verzögerungen gesorgt haben. 

Und zwar ohne dabei gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) zu verstoßen. Gemäß §27 der StVO dürfen sich mehr als 15 Radfahrer zu einem Verbund zusammenschließen, der für andere Verkehrsteilnehmer allerdings auch als solcher zu erkennen sein muss. Für diesen Verbund gelten dann dieselben Regeln, wie für ein einzelnes Fahrzeug. 

Und wozu das Ganze? "Wir wollten darauf aufmerksam machen, dass Fahrräder einen legitimen Platz im öffentlichen Raum haben", sagt Ideengeber Tim Roll. Für Aufmerksamkeit hat die Gruppe ohne Zweifel gesorgt. Vom Marktplatz bis hinaus zum Ortsausgang bildete sich zwischenzeitlich eine regelrechte Blechlawine. 

Ein Großteil der Autofahrer nahm die Aktion gelassen hin, zum Teil sogar mit einem Schmunzeln - einige wenige zeigten sich jedoch verärgert oder ließen sich zu riskanten Überholmanövern hinreißen. ""Schwarze Schafe gibt es überall", sagt der Holzkirchner Fahrradbeauftragte Hartmut Romanski.  

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