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Derzeit befindet sich eine Fernwärme-Baustelle an der Föchinger Straße.

Geothermie

Fernwärmenetz wächst weiter

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Gas und Öl nähren derzeit noch das Fernwärmenetz in Holzkirchen. Künftig soll Geothermie den Löwenanteil liefern. Deshalb schließen die Gemeindewerke die bestehenden Leitungen sukzessive an das neueGeothermiewerk an: Bis 2022 wandern Baustellen durch die Marktgemeinde.

Holzkirchen –Tiefe Gräben klaffen im Asphalt, Rohre liegen frei, Bauzäune versperren den Weg: Seit rund zwei Monaten ist die Föchinger Straße nahe der Rosenheimer Straße eine Baustelle. Im Zuge des Ausbaus des Fernwärmenetzes lassen die Gemeindewerke hier auch marode Ab- und Trinkwasserleitungen sowie die Stromversorgung erneuern. Sobald die unterirdischen Arbeiten abgeschlossen sind, ist die Oberfläche dran – unter anderem sind die Randsteine sanierungsbedürftig.

Im Lauf der Jahre 2019 und 2020 wandert die Baustelle dann die Föchinger Straße entlang bis zur Erlkamer Straße, durch die Unterführung hindurch bis zum Sport Berauer. Hier befindet sich die Anschlussstelle an das bestehende Fernwärmenetz. „Am aufwendigsten sind die Arbeiten aber an der jetzigen Baustelle“, sagt Gemeindewerke-Chef Albert Götz. Weiter die Föchinger Straße entlang müssten keine Versorgungsleitungen erneuert werden, sondern nur die Fernwärmerohre verlegt werden. „Da geht es dann zügiger voran.“

Auch an anderen Orten in Holzkirchen bauen die Gemeindewerke ihr Fernwärmenetz aus (siehe Grafik). Ziel ist es, die bestehenden Leitungen voraussichtlich bis 2022 an das neue Geothermiewerk anzuschließen. Damit alle Haushalte, die Fernwärme beziehen, auch regenerative Energie bekommen können. Die Geothermie soll künftig sogar den Löwenanteil der Fernwärme liefern. Die bestehenden drei Wärmeinseln – das Heizwerk am Batusa-Hallenbad (I), an der Krankenhausstraße (II) und an der Rosenheimer Straße (III) – bleiben dann nur noch als Reserve und zur Deckung des Spitzenlastbedarfs am Netz. Sie werden mit Erdgas betrieben, zum Teil auch mit Heizöl.

Manche der zentralen Fernwärmebauabschnitte sind bereits abgeschlossen, etwa zwischen dem Geothermiewerk und der Kleingartenanlage an der Birkenstraße. Abhängig vom Kundeninteresse sind auch in Nebenstraßen Baumaßnahmen vorgesehen.

Die Gemeindewerke investieren in den kommenden Jahren mehr als eine Million Euro jährlich in den Ausbau des Fernwärmenetzes. Aber auch künftige Kunden müssen investieren, wenn sie Fernwärme wünschen: Sie tragen die Kosten für den Hausanschluss. Diese betragen bei einem Einfamilienhaus circa 4700 Euro, bei einem Mehrfamilienhaus bis zu 10 700 Euro. Hinzu kommt ein Baukostenzuschuss.

Aktuell gibt es laut Götz 400 Hausanschlüsse im Versorgungsnetz. Wer sich im Zuge des Fernwärme-Ausbaus keinen Anschluss legen lässt, hat dazu auch später Gelegenheit. „Ein nachträglicher Hausanschluss ist jedoch mit wesentlich mehr Aufwand verbunden.“

Lesen Sie dazu auch: TÜV gibt grünes Licht für Stromerzeugung

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