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Ein Drama in der Natur: Leif Eisenberg spielt einen Soldaten, der an den Folgen des Ersten Weltkriegs leidet. Der Film, für den er auch das Drehbuch geschrieben hat, läuft beim Holzkirchner Kurzfilm-Festival.

„Mich faszinieren die Abgründe“

Filmemacher Leif Eisenberg zeigt „Die Geister, die ich rief“

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Filmemacher Leif Eisenberg (18) aus Holzkirchen zeigt beim Kurzfilm-Festival im FoolsKino sein Werk „Die Geister, die ich rief“.

Holzkirchen – Filmemacher Leif Eisenberg (18) aus Holzkirchen hat schon für die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ gearbeitet. Nun hat Eisenberg (Drehbuch, Schauspiel) mit Elias Müller (Kamera), Yannick Renn (Musik, Ton) und Dominikus Weilender (Schauspiel) den Kurzfilm „Die Geister, die ich rief“ gedreht. Diesen zeigt das Fools-Kino Holzkirchen beim Kurzfilm-Festival am morgigen Freitag um 18 Uhr. Wir haben mit Eisenberg über den Film und seine Motivation gesprochen.

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Filmemacher Leif Eisenberg zeigt „Die Geister, die ich rief“

Herr Eisenberg, worum geht es in Ihrem Film?

Es ist eine Geistergeschichte aus dem Ersten Weltkrieg. Zwei Schulfreunde haben sich mit ihrer gesamten Klasse freiwillig gemeldet. Nun sind sie die letzten Überlebendenden und fliehen vor den Schrecken des Krieges. Sie haben viel mitgemacht, körperlich und geistig. Beim Streit um eine Zigarette entlädt sich alles.

Den Krieg haben sie bereits in mehreren Filmen thematisiert. Was fasziniert sie daran?

Ich will erkunden, wie sich die Beziehung des Menschen zur Natur, zum Tier und zueinander verändert hat. Das zeigt sich am Beispiel Krieg besonders deutlich. Außerdem haben mich große Gefühle schon immer gereizt. Die Abgründe der Menschen, die Höhen und Tiefen. Auch das entwickelt sich im Krieg sehr stark. Ich glaube, wir verlieren unseren Sinn für Wunder.

Wie bringt Ihr Film den zurück?

Wir sind um 5 Uhr morgens zum Kirchsee gefahren, um in dem kleinen Buchenwäldchen am Mohr eine Szene zu drehen. Dort hat uns ein beeindruckendes Morgenrot begrüßt. Man konnte fühlen, dass es da noch Hexen und Mystisches geben könnte. Das bringt auch der Film rüber.

Klingt nach großen Bildern.

Stimmt. Thomas (Thomas Modlinger, Fools-Kino-Inhaber, Anm.d.Red.) hatte letztes Jahr einen Film von mir gezeigt und wollte dieses Mal wieder einen haben. Aber er wollte keinen typischen Studentenfilm. Die spielen oft in engen Zimmern und es wird viel geredet. Thomas wollte Action und schöne Natur. Das haben wir geliefert. Wir waren an der Grasbergkapelle, an den Josefstaler Wasserfällen und, wie erwähnt, am Kirchsee.

Hat sich die Mühe gelohnt?

Auf jeden Fall. Wir sind mit dem Film sehr zufrieden. Ich werde einige Kinos in München anfragen, ob sie ihn als Vorfilm zu Sam Mendes’ Drama „1917“ zeigen. Erst einmal freuen wir uns aber auf das Kurzfilm-Festival.

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