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Unter Bäumen begraben: Die Feuerwehren Föching, Holzkirchen, Otterfing und Hohendilching übten am Dienstag, wie bei einer Rettung von Sturmopfern vorzugehen ist. 

Alarmübung der Feuerwehren

Filmreifes Szenario im Fellacher Wald: Lebensretter trainieren für den nächsten Sturm

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Bäume stürzen auf ein Auto, Menschen sind in den Wracks eingeklemmt: Wie eine Rettung unter diesen schwierigen Bedingungen funktioniert, spielten vier Feuerwehren und das BRK am Dienstag in einem Wald bei Föching durch.   

Föching – Starker Sturm pfeift übers Land, Bäume stürzen um. Solche Unwetter tobten zuletzt häufiger durch die Region – eine sehr spezielle Herausforderung für die Feuerwehren, die hier schnell als Lebensretter gefragt sein können. 

Eine Alarmübung, koordiniert von der Föchinger Feuerwehr, spielte am Dienstagabend ein solches Szenario durch. 80 Einsatzkräfte standen vor der Aufgabe, zwei Personen zu befreien, deren Autos unter Bäumen begraben waren. Alarmiert wurde um 19.15 Uhr.

„Wir haben uns bemüht, alles möglichst realistisch zu gestalten“, berichtet Föchings Kommandant Martin Fischhaber. Auf dem Kapellenweg, der nördlich von Fellach den Nehaider-Hof mit der „Forststraße“ verbindet, waren kräftige Buchenstämme auf zwei Schrottautos gelegt. Zwei Übungspuppen simulierten schwer verletzte Opfer, die es zu befreien galt.

Unter den Augen von Kreisbrandinspektor Andreas Schwabenbauer und Kreisbrandmeister Marco Kuhn sammelten sich Aktive aus Föching, Holzkirchen, Otterfing und Hohendilching. Föchings Gruppenführer Markus Sieber fungierte erstmals als Führungskraft eines größeren Einsatzes. „Er hat sich gut geschlagen“, lobt Fischhaber.

Mit dabei waren Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaft Holzkirchen. „Es ging auch darum, das Zusammenspiel zu üben“, sagt Fischhaber. Um die Erstversorgung der „Opfer“ kümmerte sich die Feuerwehr, dann übernahm das BRK, inklusive des Setzens von Infusionen.

Die Bäume auf den Autos stellten die Retter vor knifflige Aufgaben. „Da hieß es: Augen auf“, sagt Fischhaber. Die Motorsäge sei nicht immer erste Wahl, die Sicherung der womöglich instabilen Ungetüme habe Priorität. „Die Holzkirchner Drehleiter oder ein schnell organisierter Rückewagen leisten da gute Dienste“, erklärt der Kommandant.

Meist wüte der Sturm noch während des Einsatzes. Ist es vertretbar, in den Wald reinzufahren, ohne seine Leute großer Gefahr auszusetzen? Führungskräfte müssen dann schwerwiegende Entscheidungen fällen. „Es gilt, die Gefahr abzuschätzen.“ Auch wenn die Simulation den Stress eines echten Einsatzes nicht abbilden kann, habe die Übung ein gutes Gefühl für solch stürmischen Einsätze vermittelt.

Die Holzkirchner und Otterfinger hantierten gekonnt mit Rettungsspreizer und -schere. Kleinere Wehren verfügen nicht über solche Ausrüstung. „Die anderen Mannschaft haben gesehen, wie man das macht“, sagt Fischhaber. Das könne Gold wert sein, wenn den großen Wehren bei einem Tageseinsatz Kräfte fehlen und kleinere Wehren einspringen müssen.

„Lernen von den Großen“ war angesagt für eine Gruppe von Nachwuchskräften aus Föching, Holzkirchen und Otterfing. Ausbilder Thomas Reimann erklärte ihnen, was passiert und auf was zu achten ist. „Der Aufwand einer solchen Übung ist schon groß“, sagt Fischhaber, „aber man lernt immer dazu.“

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