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Schwitzen ohne Terminstress: Autor Bastian Huber (hinten) gibt seinem Trainingspartner Benjamin Crawford Hilfestellung beim Kurzhantelbankdrücken. 

„Du kämpfst nur gegen dich selbst“

Fitness: Achtung, Suchtgefahr

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Über Football kam Benjamin Crawford aus Holzkirchen zum Kraftsport - inzwischen hat den 25-Jährigen das Fieber gepackt. Die Faszination, den Körper an seine Grenzen zu bringen. 

Holzkirchen – Auf einer Bank mit schräger Lehne sitzend hat Benjamin Crawford (25) zwei 45-Kilo-Hanteln auf seinen Knien abgestellt. Heute ist Brust/Schulter-Tag. Erste Übung: schräges Bankdrücken. „Du musst mir hochhelfen“, sagt er zu seinem Trainingspartner, lehnt sich nach hinten und bringt die Hanteln in Position – jeweils rechts und links neben dem Körper auf Brusthöhe. Mit Unterstützung wuchtet er die Gewichte nach oben. „Acht Wiederholungen, okay?“, keucht er.

Inzwischen ist Fitness zur Priorität geworden - eine regelrechte Sucht

Crawford ist einer der Fleißigsten im Studio. Fünf Tage pro Woche à zwei Stunden. Gepackt hat ihn die Leidenschaft während seines Studiums in den USA. Ursprünglich diente der Kraftsport als Unterstützung zum Football-Training. Inzwischen ist es zur Priorität geworden. Eine regelrechte Sucht.

Crawfords Trägershirt mit dem Aufdruck „Beast Mode“ ist durchgeschwitzt. Mittlerweile steht die Lehne der Bank aufrecht, wieder hat er die 45-Kilo-Hanteln auf seinen Knien geparkt. Diesmal sind die Schultern dran. Wieder braucht er Hilfe, um die Gewichte in die Ausgangsposition zu bekommen – dann drückt er sie von Höhe der Schultern unter schmerzverzerrtem Gesicht senkrecht nach oben.

„Mal schauen, wie weit es noch nach oben geht“

„Du kämpfst nur gegen dich selbst“, sagt Crawford. Für ihn liegt die Faszination darin, den Körper an seine Grenzen zu bringen. Und das macht der Holzkirchner wie kaum ein anderer: 230 Kilogramm für Kniebeugen und Kreuzheben, 125 beim Langhantelbankdrücken. Sein Ziel: mehr Gewicht – unter der Voraussetzung, dass die Ausführung und damit auch die Gesundheit nicht darunter leiden. „Mal schauen, wie weit es noch nach oben geht“, sagt er mit einem verschmitzten Grinsen.

„Jetzt gibt’s endlich was zu essen“

Nach gut zwei Stunden ist Crawford bei seiner letzten Übung angelangt. Der Holzkirchner führt stehend eine gebogene Langhantel vor seinem Körper nach oben: aufrechtes Rudern für Schulter und Nacken. „Fertig“, sagt er nach vier Durchgängen erleichtert. „Jetzt gibt’s endlich was zu essen.“ Viel Eiweiß natürlich. 

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