Positives Signal aus dem Verkehrsministerium 

Föching ist am Zug: Ein Bahnhof rückt näher 

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„Nächster Halt: Föching“. Was jahrelang nur vage Träumerei war, bekommt jetzt eine reale Perspektive. Ein Bahnhaltepunkt in Föching rückt politisch in greifbare Nähe.

Holzkirchen - Das „Integrierte Orts- und Mobilitätskonzept“ beginnt, endlich konkrete Wirkung zu entfalten. Wie die Marktgemeinde mitteilt, gibt es zumindest politische Fortschritte, was den Bau eines Bahnhaltepunkts in Föching betrifft.

Nach einem Gespräch von Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) mit dem bayerischen Innen-Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) sagte dieser zu, bei der anstehenden Konkretisierung des Programms „Bahnausbau Region München“ den Bau einer Station in Föching prüfen zu lassen. Das Innenministerium ist in Bayern auch für den Bereich Verkehr zuständig. Laut Pressemitteilung hatte Löwis dazu auch flankierende Gespräche mit Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und dem jüngst wiedergewählten Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan geführt. 

„Der zusätzliche zusätzliche Bahnhaltepunkt für Föching könnte nun doch kommen“, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Damit wäre das neue Gewerbegebiet-Nord in Föching mit seinen vielen Arbeitsplätzen direkt an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden.

Und mehr noch: Laut Gemeinde könnte sich der Bahnhaltepunkt in Föching, durch seine Lage in direkter Nähe zur Autobahn, zu einem  Umsteigeknoten für überregionale Pendler zwischen München und Rosenheim entwickeln.

Die Idee: Pendler parken dort und steigen in den Zug nach München. „Das könnte den motorisierten Individualverkehr reduzieren und wäre eine attraktive Alternative zum Auto“, schreibt die Gemeinde. Mancher Pendler müsste sich dann nicht mehr mühsam durch Holzkirchen zum dortigen Bahnhof quälen. „Das würde den Holzkirchner Bahnhof entlasten und das Verkehrsaufkommen im Zentrum reduzieren“, hofft die Gemeinde.

Bis es soweit ist, müssen die politischen und planerischen Mühlen aber noch kräftig mahlen. Eck machte in dem Gespräch deutlich, dass die Untersuchungen zu möglichen neuen Haltepunkten im Großraum München sehr umfänglich seien. Die Prüfung durch die Oberste Baubehörde im Innenministerium werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Bürgermeister indes ist optimistisch:  „Das zielführende Gespräch und die positive Botschaft machen sehr viel Mut.“

Wie berichtet macht sich die Marktgemeinde daran, das Integrierte Mobilitätskonzept mit Leben zu füllen und „Sofortmaßnahmen“ anzuschieben. Das allerdings gestaltet sich schwieriger als erhofft: Die zum Teil sehr kontroversen Bewertungen der einzelnen Punkte durch die beteiligten Behörden führten zu Unklarheiten über die tatsächliche Machbarkeit. Vor diesem Hintergrund hatte Löwis das Gespräch mit Eck gesucht.

Rubriklistenbild: © Thomas Plettenberg

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