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Schulleiter Joachim Fischer verabschiedete die Absolventen in der Turnhalle. 

Oberland-Realschule Holzkirchen

Frauenpower: Mädchen haben die besten Abschlüsse

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Holzkirchen: Einen  Besucherrekord verzeichnete die Oberland-Realschule Holzkirchen bei ihrer Abschlussfeier. Was die Noten angeht, hatten die Mädchen die Nase vorn. 

Schulleiter Joachim Fischer steht auf der Bühne, umringt von lauter Mädchen im Dirndl, den besten Absolventen. 12,5 Prozent haben heuer eine Eins von dem Komma. „Fällt Euch was auf?“, fragt er das Publikum. Alle lachen. Kein einziger Schüler ist unter den Jahrgangsbesten dabei. Fischer fordert die Jungs auf, künftig mehr Ehrgeiz zu zeigen. 

Trotzdem ist er sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis: Es habe 168 Abschlussschüler gegeben, 99,4 Prozent haben bestanden, verkündete er nun bei der Abschlussfeier mit Zeugnisverleihung der Oberland-Realschule Holzkirchen. Erfreulich auch: „In diesem Jahr verzeichnen wir einen Besucherrekord“, meinte er mit Blick auf die rappelvolle Turnhalle, in der sich Schüler, Lehrer und Eltern versammelt hatten. Das zeige die Bedeutung dieses Schulabschlusses.

„Ich freue mich mit Euch“, meinte Fischer. Man habe Höhen und Tiefen durchlebt. Das besondere an diesem Jahrgang: „Euer erstes Jahr war auch mein erstes an der Realschule.“ 

Auch seine Stellvertreterin Birgid Heumann sagte ein paar Worte: „Kinder müssen die Dummheiten der Erwachsenen solange ertragen, bis sie groß genug sind, eigene zu machen.“ Jetzt sei der Moment dafür gekommen, man müsse allerdings zu seinen Taten stehen. Die Absolventen stünden vor der ersten großen Kreuzung ihres Lebens. Ihr Rat: „Wenn ihr Euren Weg gefunden habt, geht ihn weiter.“ 

Stellvertretender Landrat Klaus Thurnhuber (FWG) wünschte den Absolventen das Beste für den neuen Lebensabschnitt. Das erste verdiente Geld, das wisse er aus eigener Erfahrung, sei „ein tolles Gefühl“. Thurnhuber forderte die Schüler dazu auf, später Verantwortung in der Gesellschaft und in der Politik zu übernehmen. Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) meinte: „Ich bin mächtig stolz auf Euch alle.“ Den großen Moment sollte man genießen: „Sie dürfen jetzt feiern.“ 

Eine witzige Rede hielt Elternbeiratsvorsitzende Martina Koll, die sich einen Hocker besorgt hatte, damit sie übers Rednerpult schauen kann, wie sie scherzend erzählte: „Ihr habt heute Eure innere Größe erreicht“, sagte sie zu den Schülern. Sie empfahl ihnen, das Leben mit Courage und einer Portion Humor zu durchschreiten. 

„Es wird Euch nun in ganz verschiedene Richtungen verschlagen“, sagte Fischer abschließend. Stimmt. Schülersprecher Valentin Illichmann etwa gönnt sich erstmal eine Pause. „Ich gehe nach Neuseeland zum Surfen“, so der 17-Jährige. Sein Kollege Markus Sigl (17) geht aufs Gymnasium. Valentin verglich den Schulweg von der fünften bis zur zehnten Klasse mit einer Bergwanderung. Auf der Route warten Hindernisse, verschiedene Abzweigungen oder gar Stürze, wenn man eine Klasse wiederholen muss. Der Gipfel ist wohl der Schulabschluss. Und den haben die Absolventen jetzt in der Tasche.

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