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Gut gelaunte Runde: Die Firmenchefs Georg und Sebastian Moosreiner (m.) freuten sich über den Besuch von (v. l.) Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bürgermeister Olaf von Löwis sowie von (v. r.) Friedrich Merz und Alexander Radwan.

Selbst Friedrich Merz staunt über Software-Firma

Prominenter Besuch bei Holzkirchner Schatzhütern

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Bundestags-Kandidat Alexander Radwan beendete seine Sommertour bei der Holzkirchner Firma SEP. Deren Geschäftsmodell: Den größten Schatz hüten, den die moderne Welt zu bieten hat.

Holzkirchen – Sie schützt den größten Schatz der modernen Welt: Die Software-Firma SEP, die im April ihren nagelneuen Firmensitz im Gewerbegebiet Föching (Holzkirchen-Nord) bezog, hat sich zu einem weltweit gefragten Datenschützer aufgeschwungen. Und sind Dateien vermeintlich verloren, traut es sich die Truppe um Firmengründer Georg Moosreiner zu, den digitalen Schatz neu zu heben. Ein Dienstleistungs-Modell, das in der digitalen Welt immer besser ins Geschäft kommt. Zu den Kunden zählen Unternehmen, Verwaltungen und Behörden – und das weltweit. Die Umsätze steigen.

Erfolgreich, zukunftsträchtig, bayerisch geprägt, aber deutschlandweit, ja international gefragt – diese Formel musste Alexander Radwan anlocken. Der Rottacher, der am 24. September für die CSU sein Bundestags-Mandat verteidigen will, wählte am Montag einen Besuch im neuen SEP-Hauptquartier, um seine „Sommertour“ ausklingen zu lassen. Mit dabei war Radwans treueste Wahlkampfhelferin, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, und Friedrich Merz (61), einst Bundestags-Abgeordneter der CDU (1994 bis 2009) und mächtiger Fraktionsvorsitzender der Union, ehe er vor 13 Jahren von der aufstrebenden Angela Merkel zur Seite geschoben wurde; seit 2016 fungiert Merz als Aufsichtsratschef in Deutschland für den weltweit größten Vermögensverwalter Blackrock.

Der Sauerländer urlaubt derzeit am Tegernsee, zu Radwan pflegt er freundschaftliche Bande. Gut gelaunt entstieg er vor der Firma einem kleinen VW Up, in dem ihn eine Mitarbeiterin Radwans nach Föching chauffiert hatte. „Kein Problem, solange meine Beine reinpassen.“ Für die stellvertretende Ministerpräsidentin gab’s eine herzliche Umarmung.

Überrascht war nicht nur der prominente Gast, als er dem Vortrag des SEP-Juniorchefs Sebastian Moosreiner lauschte. 5200 Kunden in 50 Ländern betreut das mittelständische Unternehmen aus Holzkirchen. SEP-Software organisiert das Sichern gigantischer Datenmengen, deren Verlust nicht nur Unternehmen ins Chaos stürzen würde. Aldi Nord, Uvex, der Hafen von San Diego, die Universität Georgetown, viele Stadtverwaltungen und Behörden verlassen sich auf das Know-how aus Holzkirchen. „Wir impfen die Daten gegen Krankheit und Diebstahl“, erklärte Moosreiner junior, „und werden sie doch mal krank, können wir heilen.“ Auf dem europäischen Markt gibt es kaum Mitbewerber, die Konkurrenz sitzt in USA und Russland.

Vier Lehrlinge verstärken das Team ab September, das dann 40 Köpfe zählt. Es sei schwer, sagt Moosreiner junior, gute IT-Mitarbeiter zu finden. „Die Leute, die wir brauchen, die haben meistens kein Auto, nicht mal einen Führerschein.“ Umso wichtiger sei der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. „Wir wünschen uns dringend einen Bahnhof in Föching.“

Die frisch bezogenen 1130 Quadratmeter sind schon wieder zu klein geworden. Im Herbst folgt ein zweiter Bauabschnitt, der weitere 30 Arbeitsplätze bietet. 

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