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„Unser Ruf ist gewachsen“: Vorstand Wolfgang Salewski zeigt die neuen Kipper, also vollautomatische Küchengeräte, mit denen sich die Situation in der Frischeküche Holzkirchen verbessert habe.

Nach Umbau

Frischeküche: Neues Rezept schmeckt Schülern

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Holzkirchen - Seit dem Umbau läuft es laut Vorstand Wolfgang Salewski in der Frischeküche Holzkirchen deutlich besser. Auch Schüler und Eltern finden lobende Worte.

Kochen erinnert hier an zaubern. Das Wunder der Technik macht es möglich. Wolfgang Salewski, weißer Kittel, Brille, drückt auf ein Display. Verschiedene Symbole erscheinen. Fisch, Fleisch, Pfannkuchen. Man hat die Auswahl zwischen garen, braten, pochieren. „Es ist alles programmiert“, sagt er. Salewski schließt den Deckel des Kippers, eines Küchengeräts, das vollautomatisches Kochen ermöglicht. Jetzt aber bleibt die Küche kalt, denn Externe dürfen zu Betriebszeiten nicht mehr rein.

Mit neuen Küchengeräten wie den Kipper ließ Salewski die Frischeküche Holzkirchen auf Vordermann bringen. Wie berichtet, soll der frühere Zentralvorstand der Schörghuber-Gruppe als weiterer Vorstand neben Eva-Maria Schmitz die angeschlagene Einrichtung auf Kurs bringen. In den Sommerferien fand ein Umbau statt. „Jetzt passt alles“, sagt Salewski. „Unser Ruf ist gewachsen.“ Der Unterschied zu vorher sei groß. „Ich habe den Termin und die Kosten unterschritten.“ Ursprünglich waren gut 340 000 Euro für den Umbau veranschlagt. Wie viel es de facto nun waren, darüber schweigt Salewski. „Unser Rekord liegt bei 970 Essen am Tag.“ Die 1000-Linie sei also bald geknackt. Langsam wolle man sich an die 2000-Marke rantasten. Der Umsatz sei gestiegen, um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis 2018 soll die Frischeküche schwarze Zahlen im operativen Bereich schreiben, bis 2021 will er das Unternehmen, das momentan 20 Schulen und Kitas beliefert, flott machen.

Ein wichtiger neuer Punkt in der Frischeküche – einem Kommunalunternehmen der Marktgemeinde und des Landkreises – ist die vollautomatische Spülküche. Dort wird alles gewaschen und getrocknet. „Vom Teelöffel bis zum Transportbehälter“, erklärt Salewski. Davor gab es eine normale Spülmaschine. Das Personal musste vorspülen und abtrocknen. Extrem viel Handarbeit und ein enormer Zeitaufwand. Genau solche Fehler aus der Vergangenheit wollte Salewski, der Krisenexperte und ehemalige Polizeipsychologe, ausbügeln. „Die ganze Konstruktion der Küche war ergonomisch unzureichend.“ Er sei einer, der sich mit so was auskennt. Die Kunst bestand darin, Arbeitsplätze und Abläufe so zu gestalten, dass der Mensch entlastet werde. Personal entlassen wurde nicht, beteuert Salewski. Er habe es quasi „über den Sommer mitgeschleift“. Das Geld will er später durch den gestiegenen Umsatz reinholen. Er überlege, auf Dauer zusätzliches einzustellen. Im Moment arbeiten acht Leute in der Küche, dazu kommen die vier Fahrer sowie Bürokräfte.

Eine weitere Neuanschaffung ist ein Schockgefrierer. „Hier bleiben die Vitamine erhalten.“ Auch große Kühlhäuser kamen hinzu. All dies befindet sich in einem Raum, wo früher die Garage war. Die neue ist kleiner, diene zum Ausladen. Momentan gehören drei Fahrzeuge zur Frischeküche, bald vier. Weitere Änderungen stehen an. 2017 kommen drei neue Kombidämpfer. Das kostet zusätzlich.

Ein neues Konzept für das Unternehmen sei die jüngst gegründete Tochter Frische Kiosk GmbH. Diese betreibt den Kiosk am Holzkirchner Gymnasium, den auf der FOS-Seite bedient weiter die Firma Weber. Im neuen Jahr soll der provisorische Stand am Gymnasium ausgebaut werden. Am 1. Dezember starte die GmbH voraussichtlich mit der Essensausgabe in der Mensa, die jetzt schon ihr Essen von der Frischeküche bekommt. Ziel sei es, die Qualität der Ausgabe zu steigern. Weitere Projekte der GmbH, etwa Kioske in Schulen, könnten folgen. „Aber das muss gut überlegt sein.“

Die Schüler des Gymnasiums spüren die Neuerungen der Frischeküche offenbar. „Es läuft alles besser, die Schüler sind sehr zufrieden“, sagt Barbara Erber vom Elternbeirat. Die Ökotrophologin hatte Salewski ganz konkret beraten, was den Feinschliff im Essen angeht. Auch der neue Kiosk kommt gut an, berichtet Ingrid Sporer, zweite Vorsitzende des Elternbeirats. „Es ist wunderbar, billig und lecker“, ruft ihr Sohn Julius, ein Siebtklässler, von hinten ins Telefon. Der Andrang sei groß, aber die Schlange deutlich kürzer als früher, als es nur einen Kiosk gab. In der Schulmensa jedoch will Julius vorerst nicht mehr essen. „Da schmeckte es ihm nicht so gut“, meint Sporer. „Aber das ist eben eine Geschmackssache.“

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