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Die ersten Kunden: Am Dienstag nahm der Frischekiosk auf der Gymnasiumsseite seinen Betrieb auf. Die Schulleiter (v. l.) Axel Kisters und Josef Schlemmer (FOS), die Frischeküche-Vorstände Eva-Maria Schmitz (3.v.l.) und Wolfgang Salewski sowie Barbara Schömig (Frischeküche-Vertrieb) ließen sich von Michaela Ordowski (r.) die ersten Snacks servieren.

Imbiss für 1410 Jugendliche und 116 Lehrer - Ärger um Kiosk-Konkurrenz scheint vorerst geklärt

Frischeküche öffnet Kiosk bei Gymnasium und FOS

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Holzkirchen – Es gibt jetzt zwei Kioske an FOS und Gymnasium. Einen betreibt die Frischeküche, den anderen die Firma Weber. Ein Kompromiss, nachdem Weber vorher vom Landratsamt gekündigt wurde.

Einiges Porzellan war im April zerbrochen worden. Das Landratsamt als Sachaufwandsträger von FOS und Gymnasium hatte dem privaten Kioskbetreiber Andreas Weber überraschend gekündigt, um das lukrative Kioskgeschäft dem eigenen Kommunalunternehmen Frischeküche – es gehört je zur Hälfte dem Landkreis und dem Markt Holzkirchen – zu überlassen.

Dieses Vorgehen verprellte Weber und erwies sich seitens der Frischeküche als organisatorisch schwierig. „Betreibt die Frischeküche selbst den Kiosk, verlieren wir unter Umständen den günstigen Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent“, erklärte Wolfgang Salewski, der im Sommer bei der Frischeküche eingestiegen ist und sich seitdem den Vorstandsposten mit Eva-Maria Schmitz teilt. Die Lösung: Salewski gründete die Tochter „Frischekiosk“, die jetzt, wenig überraschend, die Kiosk-Ausschreibung des Landratsamts gewann.

Allerdings: Ausgeschrieben war ein zweiter Kiosk auf der Gymnasiumsseite, den bisherigen Kiosk auf der FOS-Seite bedient weiterhin die Firma Weber. So scheinen die Wogen vorerst geglättet. „Diesen zweiten Kiosk haben wir unbedingt gebraucht“, sagen die Schulleiter Axel Kisters (Gymnasium) und Josef Schlemmer (FOS). „Schon letztes Jahr bildeten sich vor dem einen Kiosk lange Schlangen.“ Schlemmer ist wichtig, gerade ältere Schüler nicht durch lange Wartezeiten oder unglückliche Sortimente aus dem Haus zu treiben: „Wir wollen, dass die Schüler gesund und gut versorgt werden – und nicht zum nächsten Schnellimbiss fahren.“ Der Gymnasiums-Kiosk behilft sich zunächst mit einer mobilen Theke. Auf Dauer ließe sich die Verkaufsstelle im Schließfach-Raum des Gymnasiums einrichten. Im Laufe des Schuljahres, davon geht Eva-Maria Schmitz aus, werde das Landratsamt hier eine Lösung finden.

Die Mehrwertsteuer-Problematik (wer Essen nicht nur herstellt, sondern auch in größerem Stil verkauft, muss 19 statt sieben Prozent abführen) betrifft auch die Essensausgabe in der Mensa. Die Frischeküche liefert nur, die vom Landratsamt beauftragte Firma Dorfner gibt das Essen aus. Die neue Tochter Frischekiosk eröffnet der Frischeküche auch hier bessere Optionen. „Wir würden das gerne selbst übernehmen und aus einer Hand organisieren“, sagt Salewski. „So stellen wir sicher, dass hygienisch alles stimmt, und können unsere Produkte besser vermarkten.“ Es gebe Gespräche, die in diese Richtung laufen, deutet Salewski an.

Um mehr Schüler schneller versorgen zu können, soll es in der Mensa bald zwei statt einer Ausgabestelle geben. „Es bedarf nur eines kleineren Umbaus“, sagt Salewski. Warmes Essen gibt es zwischen 12 und 14 Uhr.

Neuerdings kann man sich ein Essen auch ohne Vorbestellung holen. „Wir liefern immer mehr mit“, sagt Schmitz. Um auf spontane Gelüste reagieren zu können, setzt die Frischeküche künftig auf das „Cook & Chill“-Verfahren: Die Speisen werden zu 80 Prozent gegart, schockgefrostet und erst bei Bedarf in der Mensa erwärmt.

„Diese Flexibilität kommt uns sehr entgegen“, sagt Direktor Kisters. Das reguläre Online-Vorbestellen, das früher vier Wochen, jetzt eine Woche vorher zu erledigen ist, empfinden viele Schüler und Eltern als zu aufwendig und starr. „Grundsätzlich halten wir daran aber fest“, sagt Schmitz, „wir müssen ja planen können.“ Dafür ist eine weitere Flexibilisierung geplant: Salewski kündigte an, dass Essenskarten, mit denen in der Mensa bezahlt wird, bald im Frischekiosk aufgeladen werden können.

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