Frühlingsfest Holzkirchen
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Gaudi mit Riesenrad: 2019 konnte das Frühlingsfest am Holzkirchner Herdergarten noch stattfinden. Solche Menschenmengen sind in Coronazeiten jedoch undenkbar. 

Wegen Corona

Frühlingsfest und Pfingstfest fallen aus

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Corona lässt dem Musikzug und der DJK keine andere Wahl: Zum zweiten Mal in Folge müssen das Frühlingsfest in Holzkirchen und das Pfingstfest in Darching ausfallen.  

Holzkirchen/Darching – Der Musikzug blieb lange optimistisch. „Keiner hätte gedacht, dass das mit Corona so lange dauert“, sagt Vorsitzender Andreas Beck. Und so schrieb der Verein, kurz nachdem bekannt geworden war, dass 2020 ins Wasser fällt, auf seiner Homepage: „Das Hoffen und Bangen hat nichts genutzt. Wir dürfen dieses Jahr das Frühlingsfest leider nicht veranstalten.“ Aber: „Dafür beginnt nun die Vorfreude auf das Frühlingsfest 2021, dann wird vom 12. Mai bis 17. Mai doppelt gefeiert!“ Doch dieser Wunsch ist geplatzt.

„Auch heuer wird es kein Frühlingsfest geben“, sagt Beck nun. Die Feierlichkeiten am Herdergarten werden komplett gestrichen. Ein ähnliches Schicksal ereilt das Pfingstfest in Darching, das von 21. bis 24. Mai laufen sollte. Und das 2020 ebenfalls Corona zum Opfer gefallen war.

Kurz nach der Absage des Frühlingsfestes 2020 begannen die Planungen für 2021. „Aber vor zwei Wochen haben wir diese dann abgebrochen“, sagt Beck. Der ewige Lockdown und die hohe Zahl an Coronainfizierten zwangen die Mitglieder zu der traurigen Entscheidung. Ein Frühlingsfest unter strengen Auflagen wäre für den Verein nicht in Frage gekommen. Das hätte sich nicht rentiert, erklärt der Vorsitzende.

Eigentlich wäre das Frühlingsfest heuer „im ganz normalen Rahmen abgelaufen.“ Einzige Neuerung: „Wir hätten einen neuen Caterer gehabt“, berichtet Beck. Und zwar die Zinner KG aus Taufkirchen. Der Partyservice Kurz aus Kleinpienzenau, der in den vergangenen Jahren die Festküche betreute, zog sich zurück. Angesichts Corona sei ihnen die Planung zu wackelig gewesen. Was die Fahrgeschäfte angeht, war noch nichts Konkretes geplant. „Wegen Corona haben wir den Ball flach gehalten.“ 2020 hätte es eine Geisterbahn gegeben.

Mit hohen finanziellen Verlusten hat der Musikzug angesichts der Absage laut Beck nicht zu kämpfen. „Grundsätzlich arbeiten wir mit unseren Partnern so gut zusammen, dass wir uns da geeinigt haben.“ Trotzdem hinterlässt der Ausfall Spuren in der Vereinskasse. Es fehlt an Geld, das für die Jugendarbeit, das Vereinsheim und laufende Kosten anfällt. Trotz der Krise lassen sich die Veranstalter nicht unterkriegen. Bald starten die Planungen für 2022. „Schließlich gehört das Frühlingsfest zu Holzkirchen.“

Auch das Darchinger Pfingstfest ist aus dem Kalender nicht wegzudenken. Trotzdem brachen die Veranstalter der DJK die Planungen ab. „An Weihnachten waren wir uns sicher, dass wir es nicht machen können“, sagt Vorsitzender Christoph Trömer. Vier Tage feiern, mit insgesamt 10 000 Besuchern. Das war bald undenkbar. Die Vorstellung, dass sich das Pfingstfest zum Superspreader-Event hätte entwickeln können, schreckte die Organisatoren ab. „Eigentlich wären wir startklar gewesen“, sagt Trömer. Es hätten ein paar Neuerungen auf die Besucher gewartet: Etwa eine neue Innenausstattung des Festzelts sowie ein veränderter Eingangsbereich. Der Bieranstich war mit Valleys neuem Bürgermeister Bernhard Schäfer geplant, der seit Mai 2020 im Amt ist.

Wie schon im vergangenen Jahr hätte es heuer ein Highlight geben sollen: Einen Abend mit regionalen Mundart-Bands, darunter „Da Oimara“ alias Beni Hafner, verrät Trömer. Mit den Künstlern habe man vereinbart, dass sie beim Pfingstfest 2022 auftreten. Trömer hofft, dass nichts dazwischen kommt.

Finanziell gesehen leidet der Verein enorm unter dem Ausfall, auch wenn man immer sparsam gewirtschaftet habe: „Wir leben von dem Pfingstfest“, erklärt Trömer. Immerhin sei die DJK der Sportverein mit den günstigsten Mitgliedsbeiträgen im Landkreis. Der Verein hoffe nun auf einen Zuschuss vom Freistaat. Einen Ersatztermin für das Pfingstfest soll es zwar nicht geben. Allerdings macht sich der Festausschuss laut Trömer Gedanken darüber, ob er im Herbst eine sportliche Veranstaltung organisieren möchte. Natürlich nur, sofern es die Corona-Vorgaben zulassen. Es gebe dazu schon einige Ideen, spruchreife Details stünden jedoch noch nicht fest, sagt Trömer.

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