Autos fahren zwischen Hartpenning und Kurzenberg
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Zwischen Kurzenberg und Hartpenning gibt es keinen Rad- und Fußweg, nur die gefährliche Bundesstraße.

„Nur unter Lebensgefahr erreichbar“

FWG-Gemeinderat Hubert Müller fordert Rad- und Fußweg nach Kurzenberg

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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 Hubert Müller (FWG) fordert einen Rad- und Fußweg zwischen Hartpenning und Kurzenberg. Die Strecke sei „lebensgefährlich“, sagt er.

Holzkirchen – Hubert Müller hat sogar mal einen waghalsigen Selbstversuch gemacht. Der FWG-Gemeinderat lief zu Fuß von Großhartpenning nach Kurzenberg. „Das war sehr unangenehm“, erzählt er. Denn weil es auf der Strecke weder Fuß- noch Radweg gibt, war er auf der Bundesstraße unterwegs. Und dort fahren viele Autos ziemlich schnell. Daher hat Müller jetzt mehr Sicherheit für Radler und Fußgänger im Verkehrsausschuss gefordert.

Kurzenberg sei für Radler und Fußgänger „nur unter Lebensgefahr erreichbar“, mahnte Müller. „Da wachsen Kinder in Kurzenberg auf, die können nicht mit dem Rad nach Großhartpenning fahren.“ Es gebe ja nicht einmal mehr einen parallel verlaufenden Feldweg. Der einzig existierende führe von Großhartpenning bis zur Einöde Kastenbauer. Danach ist Schluss. „Da müsste man was machen“, findet Müller. Und zwar konkret und bald.

„Wir haben das im Auge“, beteuerte Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) in der Sitzung. Aber auch Grundstücksverhandlungen spielten dabei eine Rolle, erklärte er. Der Verkehr habe insgesamt zugenommen.

Kurzenberg sei relativ abgeschnitten, räumt Schmid auf Nachfrage unserer Zeitung ein. Aber er versichert erneut, „dass wir uns zu dem Thema Gedanken machen“. Vorweg sollen sich der Runde Tisch Rad sowie die gemeindlichen Radbeauftragten damit befassen. Für eine mögliche Lösung dürfe man den Ortsteil auch nicht isoliert betrachten, sondern man müsste ihn im Zusammenhang mit einer integrierten Netzwerkplanung sehen. „Damit Kurzenberg nicht in der Luft hängt“, meint Schmid.

Zu Müllers Selbstversuch sagte der Rathauschef: „Zu Fuß gehen ist auf der Bundesstraße nicht erlaubt.“ Doch Müller wollte das nicht auf sich sitzen lassen und fragte nach der Sitzung extra bei der Polizei nach. Dort habe er die Auskunft bekommen, dass man auf einer Bundesstraße gehen darf – „wenn es sonst keine andere Möglichkeit gibt“, berichtet er. Und das sei in Kurzenberg ja der Fall, findet der FWG-Gemeinderat.

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