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Die Frische Kiosk GmbH ist eine Tochter der Frischeküche Holzkirchen. 

Frischeküche Holzkirchen

Gemeinderat für Frische Kiosk GmbH

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Holzkirchen - Auch der Gemeinderat Holzkirchen hat jetzt für die neue Frische Kiosk GmbH gestimmt. 

Es musste schnell gehen: Vor Kurzem gründete Wolfgang Salewski, Vorstand der Frischeküche Holzkirchen, die Frische Kiosk GmbH. Dies geschah aus steuerlichen Gründen – denn wer Essen nicht nur herstellt, sondern auch in größerem Stil verkauft, muss 19 statt sieben Prozent abführen. Das erste Projekt der neuen Tochter-Gesellschaft, ein Kiosk am Staatlichen Gymnasium, startete zum neuen Schuljahr. Ab 1. Dezember gibt die GmbH voraussichtlich Essen in der Mensa von Gymnasium und FOS aus.

Für die Gründung der GmbH investierte Salewski 12 500 Euro aus eigener Tasche. „Das möchte ich gerne zurück haben“, sagte er nun in der Holzkirchner Gemeinderatssitzung. Das Gremium stimmte am Ende geschlossen für die Übernahme der Frische Kiosk GmbH durch die Frischeküche – einem gemeinsamen Kommunalunternehmen von Marktgemeinde und Landkreis. Gleiches hatte der Kreistag wenige Tage zuvor gemacht. Jetzt muss noch der Verwaltungsrat seinen Segen geben.

Wie berichtet, schreibt die Frischeküche rote Zahlen. Heuer im Frühjahr wurde daher Salewski, der einstige Zentralvorstand der Schörghuber-Gruppe, neben Eva-Maria Schmitz als weiterer Vorstand mit ins Boot geholt. „Wir hatten katastrophale Zustände bei der Planung und dem Bau der Küche“, berichtete Salewski jetzt. Auch die Organisation sei „völlig unzureichend“ gewesen. So waren zum Beispiel die Kühlzellen zu klein. Eine Spülküche fehlte, die Spülmaschine erforderte zu viele kleine Handgriffe. „Es gab auch kein Warenwirtschaftssystem. Es war nicht sehr professionell.“ Dennoch betonte er: „Ich möchte weder Kritik an Personen und Entscheidungen üben.“ Das bringe nichts.

Seit Salewskis Sanierungsprogramm samt Umbau laufe es besser. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf gut 356 962 Euro. Die Personalkosten sanken. „Trendmäßig geht es nicht schlecht.“ Für den Umbau samt neuer Geräte waren 339 000 Euro veranschlagt. Tatsächlich verbraucht habe man nur 337 627 Euro. Aktuell werden rund 970 Essen am Tag produziert, langfristiges Ziel sind 2000. Bis 2018 soll die Frischeküche im operativen Bereich schwarze Zahlen schreiben, bis 2022 will Salewski sie komplett flott machen. Mit der Frische Kiosk GmbH baue man eine neue Produktline auf.

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) lobte Salewskis Arbeit, das sei „kein normales Engagement“. Dank ihm sei es möglich, die Frischeküche „aus den Schlagzeilen zu bekommen.“ Christoph Schmid (CSU) dankte neben Salewski auch Schmitz, die sich in der Sitzung im Hintergrund hielt. Sicher seien sich die beiden nicht immer einig gewesen. „Aber durch Reibungen entsteht auch Wärme“, meinte Schmid. Hans Putzer (SPD) sagte, dass Schmitz nicht die Schuld an den Fehlern der Vergangenheit trage.

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