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Gemeindewerke Holzkirchen für Geothermieanlage ausgezeichnet

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Von: Sebastian Schuch

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Strahlende Gesichter: Ilse Aigner überreicht den Preis an Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis. © Thomas Plettenberg

Im November wurde die Geothermieanlage der Gemeindewerke Holzkirchen offiziell eingeweiht. Jetzt gab es den Nachhaltigkeits-Award der Zeitung für kommunale Wirtschaft.

Holzkirchen – Energiewende, Trinkwasserschutz, Klimawandel, Wertstoffbehandlung, Feinstaubbelastung und Müllvermeidung: Das sind nur einige der Schlagworte, mit denen sich kommunale Unternehmen Tag für Tag auseinandersetzen. Die Herausforderungen sind groß und letztlich geht es darum, die Lebensqualität in den Städten, Gemeinden und Kreisen zu sichern. Nach Meinung der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) meistern die Gemeindewerke Holzkirchen diese Herausforderungen auch dank der im vergangenen November offiziell eröffneten Geothermie vorbildlich. Beim Ludwig-Erhard-Gipfel in der Bachmair-Weissach-Arena in Kreuth wurden die Gemeindewerke deshalb mit dem Preis der Redaktion beim Nachhaltigkeits-Award 2020 ausgezeichnet.

„Es ist eine echte Erfolgsgeschichte“, lobte Landtagspräsidentin Ilse Aigner die Geothermieanlage der Gemeindewerke in ihrer Laudatio. Schließlich spare Holzkirchen so jährlich 10 000 Tonnen CO2 ein. Das entspreche etwa 50 000 Litern Heizöl. Außerdem seien die 60 Millionen Euro, die die Marktgemeinde einschließlich der Bohrungen vorab investiert hat, „eine enorme Leistung“.

Doch die Investition lohnt sich. Mit einem Erlös von rund sechs Millionen Euro im Jahr rechnet die Gemeinde allein durch das Kraftwerk, sodass sich die Anlage innerhalb weniger Jahre amortisiert haben soll. Bei der Preis-Übergabe an Bürgermeister Olaf von Löwis, Kraft seines Amtes Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeindewerke, betonte Aigner noch einmal die Anstrengungen der Marktgemeinde. „Es war ein Riesen-Riesen-Kraftakt.“

Rund ein Fünftel der Holzkirchner ist bereits ans Fernwärmenetz angeschlossen. Mit dem Ausbau des Leitungsnetzes könnten weitere dazukommen. Und auch weitere Bohrungen sind denkbar. Wie berichtet, kann sich Löwis eine Kooperation mit Gemeinden aus der Region durchaus vorstellen. Diese könnten dann auch von der klimafreundlichen Energiequelle profitieren – müssten sich aber auch an den Kosten beteiligen.  

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