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Der Bohrturm soll Mitte April verschwinden. 

„Wünschen Projekt alles Gute“

Geothermie: Ernst-Brüder stehen zu Rücktritt

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Egmont und Marcus Ernst hatten wegen der Geothermie 2015 ihr Amt als Gemeinderat aufgeben. Jetzt scheint das Projekt doch erfolgreich zu sein. Wie sehen die Brüder die Sache heute? 

Marcus Ernst 

Holzkirchen – Egmont und Marcus Ernst hatten wegen der Geothermie 2015 ihr Amt als Gemeinderat aufgeben, sie standen als Parteilose auf der FWG-Liste. Jetzt zeigt sich, dass die Bohrungen in der Alten Au nach ersten Erkenntnissen erfolgreich sind (wir berichteten). 

Gegenüber unserer Zeitung verraten die Brüder, wie sie heute zu ihrem damaligen Beschluss stehen. Ergebnis: „Selbstverständlich verfolgen wir als interessierte Bürger die Berichte über das Holzkirchner Geothermieprojekt mit großem Interesse“, schreiben sie in einer Stellungnahme. „Zu unserer Amtsniederlegung vom April 2015 stehen wir auch heute zu 100 Prozent.“ Hauptgrund sei nicht die Geothermie als solche gewesen, sondern die finanziellen Risiken für alle Bürger. Bekanntlich steckt die Kommune elf Millionen Euro in das Projekt, die Gesamtkosten betragen bislang 40 Millionen Euro. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) findet angesichts der aktuellen Datenlage, dass sich das Risiko für die Gemeinde gelohnt hat.

Egmont Ernst 

Für die Ernst-Brüder hingegen ist klar: „Erst wenn das Projekt endgültig abgerechnet ist und verlässlich funktioniert, steht fest, ob es ein Erfolg oder ein dauerhaftes Draufzahlgeschäft wird, worunter andere wichtige Vorhaben dann leiden könnten.“ Bis zur Ziellinie sei es noch ein gutes Stück Weg. „Wir hoffen, dass es zu keinen weiteren Schwierigkeiten mehr kommt. Wir wünschen dem Projekt alles Gute.“

Wie berichtet, gehen die Geothermiebohrungen dem Ende entgegen. Die Energieausbeute ist laut der Geothermie GmbH Holzkirchen nach ersten Ergebnissen sogar höher als erwartet. Womöglich könne das Kraftwerk daher größer ausfallen, was wohl mehr Investitionskosten verursacht.

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