Thomas Cook ist insolvent - So geht es für Condor, Neckermann und Co. weiter

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Der Bohrturm wird wohl noch bis über Weihnachten stehen. 

Abgelenkter Bohrpfad nötig

Geothermie: Rohr geht nicht mehr raus - 3 Millionen Euro Schaden

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Holzkirchen - Geothermie-Projekt: Weil der feststeckende Rohrstrang nicht mehr rausgeht, ist nun eine abgelenkte Bohrung nötig. Der Schaden liegt bei  über drei Millionen Euro. 

Jetzt steht es endgültig fest. Und Albert Götz, Geschäftsführer der Geothermie Holzkirchen GmbH, ist trotz allem froh, endlich Gewissheit zu haben: „Der untere Teil des Rohrstranges wird nicht mehr rausgehen“, erklärt er. Das heißt: Ein etwa 1000 Meter langes Rohr steckt nun für immer auf dem Geothermie-Bohrplatz in der Alten Au fest. Die Folge: „Auch bei der zweiten Bohrung wird es nun einen Sidetrack geben“, sagt Götz. Die Kosten für diesen abgelenkten Bohrpfad, der nun in 2500 Metern Tiefe von der Unfallstelle weg erfolgen soll, belaufen sich auf insgesamt über drei Millionen Euro, schätzt er. Denn auch die steckengebliebenen Teile müssten nun ersetzt werden. „Und das ist wohl noch nicht das Ende der Fahnenstange.“ Will heißen, die Kosten könnten eventuell wachsen. Immerhin: „Aus jetzigem Kenntnisstand ist das ein Versicherungsfall“, meint Götz.

Wie berichtet, steht die zweite Geothermie-Bohrung seit Anfang September still, weil sich ein Rohrgestänge in einer Tiefe von etwa 2500 Metern verhakt hatte. Die oberen Teile konnte man entfernen, den unteren nicht, wie nun herauskam. Schon bei der ersten Bohrung waren Probleme aufgetaucht. Damals stieß man auf eine Gasblase und musste über einen Sidetrack ausweichen. Schon damals sprang die Versicherung für den Schaden in Millionenhöhe ein.

Auch den Zeitplan wirbelt der Vorfall durcheinander. Götz rechnet damit, erst Anfang Dezember fündig zu werden. Bis dann alle Tests abgeschlossen sind, könne es bis ins neue Jahr dauern. Ursprünglich sollte die zweite Bohrung im Oktober fertig sein. „Ich gehe davon aus, dass wir noch mit dem Bohrturm Weihnachten feiern.“ Dieser könne erst Anfang 2017 abgebaut werden. Das Gesamtprojekt sei deshalb aber nicht in Gefahr.

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