Schwierigkeiten bei Bauarbeiten 

Geothermie: Rohrstrang steckt fest, Projekt verzögert sich um mehrere Wochen

Holzkirchen - Millionenprojekt in Schwierigkeiten: Wegen Problemen beim Rohreinbau stehen die Bohrarbeiten momentan still.

 Erst lief vieles nach Plan beim Geothermieprojekt in Holzkirchen: Die Arbeiten für die erste Bohrung „Th 1a“ wurden Mitte Juni erfolgreich abgeschlossen und die zweite Bohrung seit Ende Juni vorangetrieben. Doch jetzt hakt es: Probleme beim weiteren Vordringen in die vorgesehenen 5000 Meter Tiefe  haben das Projekt vorläufig zum Stillstand gebracht. Dies teilte das von der Gemeinde beauftragte Kommunikationsbüro am Dienstagabend mit.

In insgesamt fünf Sektionen soll die Geothermiebohrung „Th 2“ zu ihrem Ziel in rund 5000 Metern Tiefe - bei einer Bohrstrecke von 6.000 Metern - vordringen. Nach Abschluss jeder Sektion wird das Bohrloch mit stählernen Futterrohren ausgekleidet, die in das umgebende Erdreich einzementiert werden, ehe die Bohrung dann mit vermindertem Bohrdurchmesser fortgesetzt wird.

In der dritten Sektion, die zwischen rund 2700 und 4500 Metern Tiefe problemlos gebohrt wurde, sind nun Schwierigkeiten beim Einbau der Futterrohre aufgetreten, heißt es in der Pressemitteilung. "Derzeit steckt ein Strang von noch rund 1.000 Metern miteinander verschraubter Rohre im Bohrloch fest und kann augenblicklich weder weiter vorangeschoben noch aus dem Bohrloch gezogen werden."

Experten der beteiligten Fachfirmen sowie der Versicherung sind derzeit dabei, den Ursachen für das Festsitzen des Strangs nachzugehen, um einen Fortgang der Verrohrungs- und anschließenden Bohrarbeiten zu ermöglichen. Unter anderem wird der Rohrstrang mittels Spezialwerkzeugen mechanisch bearbeitet, um ihn von den Einklammerungen befreien zu können. Diese Arbeiten, die in mehr als 2600 Metern Tiefe stattfinden müssen, sind sehr zeitaufwändig, weshalb mit einer Verzögerung des Projekts um mehrere Wochen zu rechnen ist.

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