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Hängepartie ist vorbei: Die Rohre des dritten Bohrabschnitts, der in rund 2600 bis 4450 Metern Tiefe verläuft, ist erfolgreich eingebaut. Die schwierige Sektion ist damit geschafft.

Schwierige dritte Sektion endlich geschafft

Geothermie: Zweite Bohrung fast auf der Zielgeraden

Holzkirchen – Die schwierige dritte Sektion der zweiten Bohrung beim Geothermieprojekt, die in zwei vorhergehenden Anläufen zu technischen Problemen geführt hatte, ist geschafft.

Die Futterrohre des Bohrabschnitts, der in rund 2600 bis 4450 Metern Tiefe verläuft, sei erfolgreich eingebaut. Das teilt die Geothermie Holzkirchen GmbH jetzt in einem Pressebericht mit. Damit sei die zweite Bohrung „fast auf der Zielgeraden“. Und: „Die Verhandlungen mit der Versicherung laufen.“

Rund 150 Rohre mit einer Länge von zwölf Metern und einem Durchmesser von 25 Zentimetern mussten zur Fertigstellung der dritten Sektion verschraubt und in die Tiefe gebracht werden. „Der so entstehende Strang hatte eine Länge von über 1800 Metern und ein Gewicht von rund 290 Tonnen.“ Nachdem dieser die Zieltiefe erreicht hatte, wurde er durch Zementierung mit dem Erdreich verbunden. Zwischenzeitlich seien der untere Abschluss des Rohrstrangs, der sogenannte Rohrschuh, aufgebohrt und das Bohrloch präzise vermessen. Ab diesem Wochenende sollen die Arbeiten am vierten Bohrabschnitt beginnen, der mit rund 650 Metern Strecke vergleichsweise kurz sei und einen Durchmesser von 20 Zentimetern habe. Die fünfte und letzte Sektion führe durch den Malm, also die Kalksteinschicht, in der das Thermalwasser erwartet wird. „Nach Fündigkeit dieser Bohrung sollen plangemäß Mitte bis Ende Februar Pumpversuche stattfinden, bei denen die Ergiebigkeit des Bohrlochs getestet wird.“ Albert Götz, Geschäftsführer der GmbH, ist erleichtert, sieht das Gesamtprojekt nach wie vor optimistisch: „Mit der schwierigen dritten Sektion haben wir genau denjenigen Abschnitt absolviert, der bisher die größten Schwierigkeiten bereitet und zu den aufgetretenen Projektverzögerungen geführt hat“, sagt er. „Jetzt trennen uns nur noch einige hundert Meter von dem ersehnten Thermalwasser.“

Die Geothermie in der Alten Au ist laut Pressemitteilung gegen Bohrschäden und andere unvorhergesehene Ereignisse im Zuge der Bohrarbeiten versichert. Bei so einem komplexen Projekt aber, an dem verschiedenste Fachfirmen und komplizierte Verfahren zum Einsatz kommen, seien Versicherungsfälle nicht innerhalb weniger Wochen abzuschließen. Vielmehr seien Untersuchungen abzuwarten, ehe über die Höhe der von der Versicherung zu übernehmenden Leistungen definitive Aussagen möglich seien.

Götz betont, dass das Gesamtprojekt nicht in Frage stehe: „Über die Mehrkosten, die durch das unerwartete Anbohren eines Gasfeldes bei der ersten Bohrung aufgetreten sind, besteht mit der Versicherung bereits weitgehend Einigkeit“, erklärt er. „Hinsichtlich der Schäden bei der zweiten Bohrung, die die beiden Sidetracks notwendig gemacht haben, stehen wir mit allen Beteiligten in ständigem Kontakt und sind auch hier auf einem guten Weg.“ Auf keinen Fall wolle man mit vorschnellen Zahlen an die Öffentlichkeit gehen. Von rund 70 Millionen Euro Gesamtkosten, wie fälschlicherweise berichtet, könne nicht die Rede sein. Diese Summe stamme aus der aufgegebenen großen Variante. „Es bleibt bei den für die aktuelle Projektvariante genannten Zahlen in Summe von knapp 40 Millionen Euro für die beiden Bohrungen und den Bau des Heizkraftwerkes.“ 

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