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Eine beliebte Ausweichmöglichkeit für den Sportunterricht ist das Eisstadion. Doch auch hier sind die Kapazitäten begrenzt, das gute Wetter lockt dutzende Eisläufer in d ie Thanner Straße.

Schwimmbad und Eisstadion

Gesperrte Batusa-Halle: So behelfen sich die betroffenen Schulen

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Die Batusa-Halle fällt wegen eines Rohrschadens als wichtige Stütze des Holzkirchner Sports weg. Das trifft neben den Vereinen auch die Schulen. Diese suchen nach Lösungen – und profitieren vom guten Wetter.

Holzkirchen – Wenn es nicht anders geht, gehen die Schüler halt spazieren. So lässt sich der Sportunterricht der Grundschule an der Baumgartenstraße, der Mittelschule und der Wirtschaftsschule Holzkirchen derzeit zusammenfassen. Eigentlich nutzen sie die Batusa-Dreifachturnhalle, doch mindestens bis Ende Februar müssen sich die Schulen nach Ersatzmöglichkeiten umschauen. Wie berichtet, sind die Heizungsrohre durchgerostet, ein Betrieb ist auch aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Bei den Überlegungen, wie die Schüler trotz fehlender Halle Sport treiben können, schöpfen die Schulen alle vorhandenen Mittel aus. „Wir haben zwei zusätzliche Stunden im Hallenbad bekommen“, berichtet Barbara Unsin, stellvertretende Schulleiterin der Mittelschule. Außerdem weiche eine Gruppe in die Einfach-Halle in Föching aus, die Mittel für den Transport dorthin hierfür stelle die Gemeinde zur Verfügung. Gerne würde die Mittelschule mehr Möglichkeiten nutzen, doch im Eisstadion gebe es keine passenden Zeiten. Zwar könne die Schule auch auf die kleine Halle der Grundschule zurückgreifen, doch drei Gruppen seien zu viel. Hier profitieren Schüler und Lehrer vom Wetter. „Sie sind teilweise draußen, machen Nordic Walking oder gehen spazieren“, erklärt Unsin.

Schulen weichen ins Schwimmbad und Eisstadion aus

Ähnlich halten es die anderen Schulen. „Das schöne Wetter spielt mit, wir können den Sport draußen machen“, sagt Mona Fottner, Rektorin der Grundschule. Die jüngeren Schüler der Wirtschaftsschule gehen ebenfalls spazieren oder zum Eislaufen ins Hubertusstadion. Aber: „Zum Teil müssen wir den Unterricht ausfallen lassen“, berichtet der stellvertretende Schulleiter Stefan Klein. „Es hilft nichts.“

Unterstützung bekommen die Schulen in der derzeit angespannten Situation von den Gemeindewerken. „Wir schauen, was wir unterbringen können“, sagt die kaufmännische Leiterin Christine Brennauer. Doch die Kapazitäten seien begrenzt. Das Schwimmbad sei bereits die meiste Zeit von den Schulen belegt, und auch das Eisstadion erlebe durch die ungewöhnlich vielen Sonnentag einen „Riesenrun. Uns gehen teilweise die Leihschlittschuhe aus“, sagt Brennauer.

Worst Case: Halle bleibt länger zu als geplant

Auch wenn die verbleibenden Zeiten knapp und der Freitagnachmittag etwa eher unbeliebt seien, dürften sich die Schulen jederzeit an die Gemeindewerke wenden, um weitere Kapazitäten freizuschaufeln, stellt Brennauer klar. Vielleicht sei es sogar möglich, das Saison im Eisstadion zu verlängern, sollte der Schaden in der Halle größer sein als gedacht. Doch das muss sich erst noch zeigen.

Im schlimmsten Fall müssen die Schüler ab März ein paar Mal öfter spazieren gehen. Doch auch das hat etwas Gutes. Denn schon 20 Minuten Spaziergehen regen den Kreislauf an und fördern die Durchblutung. Das schadet auch im Schulalltag nicht, wenngleich alle Beteiligten natürlich lieber einen richtigen Sportunterricht abhalten würden.

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