Drei Tote bei Attacke in Utrecht - mutmaßlicher Schütze nach Flucht festgenommen

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Das Gewerbegebiet bei Lochham mit seinen vielen Betrieben könnte ein lohnenswerter Abnehmer für Erdwärme der Holzkirchner Geothermie sein. Die Gemeinde Warngau und die Holzkirchner Gemeindewerke wollen das prüfen.

Gewerbegebiet Birkerfeld als Fernwärme-Kandidat

Warngau will an die Geothermie andocken

Schier unendliche sprudelnde Wärme aus der Tiefe der Erde: Die Gemeinde Warngau liebäugelt mit dem Anschluss des Gewerbegebiets Birkerfelds an die Geothermie Holzkirchen. Kein Luftschloss, wie der Gemeindewerke-Chef erklärt.

Warngau – Die Geothermie in Holzkirchen weckt viele Hoffnungen. Nicht alle sind auch realistisch, doch die Gemeinde Warngau könnte tatsächlich von der sprudelnden Wärme- und Energiequelle des großen Nachbarn profitieren. Der Warngauer Gemeinderat hat nun einstimmig beschlossen, die Gemeindewerke Holzkirchen um eine Prüfung zu bitten, ob Lochham und vor allem das dortige Gewerbegebiet Birkerfeld ans Netz der Geothermie in Holzkirchen angeschlossen werden können.

„Ich bin ein Freund solcher Wärmenetze“, bekennt Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG): „Wenn man schon so ein System hat, sollte man das auch so viel wie möglich nutzen.“ Er habe dazu auch schon Vorgespräche mit den Gemeindewerken geführt. Ein Luftschloss ist der Wunsch aus Warngau nicht, wie Albert Götz bestätigt: „Wir haben schon den Gedanken, Energien zu schieben“, sagt der Chef der Holzkirchner Gemeindewerke und deren Tochter Geothermie Holzkirchen GmbH. Die Schüttung der heißwasserführenden Schichten fünf Kilometer unter der Erdoberfläche, die die Holzkirchner Geothermie anzapft, lässt solche Visionen zu. „Das ist durchaus möglich und aus unserer Sicht sinnvoll“, sagt Götz, „und wir denken da nicht nur an eine Richtung.“

Ob zum Beispiel der nördliche Holzkirchner Nachbar Otterfing ein erreichbares Ziel ist, scheint fraglich. Und dabei ist nicht nur die Entfernung entscheidend, erklärt Götz: „Das Problem einer so langen Trasse ist, dass wir auf der anderen Seite die Abnehmer brauchen.“ Sprich: Deren Zahl und Verbrauch müssen die Trasse amortisieren und die Investition rentabel machen. Ein Umstand, der auch in Holzkirchen selbst Grenzen setzt: etwa wenn der einzige Interessent für Erdwärme in einem Straßenzug ganz an dessen Ende liegt.

Das Gewerbegebiet bei Lochham dagegen sei „prädestiniert“, meint Thurnhuber. Es punktet nämlich nicht nur mit relativer räumlicher Nähe zur Geothermiebohrung in der Alten Au. Das Birkerfeld verfügt auch bereits über ein Nahwärmenetz: „Die Vivo liefert Wärme“, erklärt Thurnhuber. Allerdings sei dabei teils noch der Einsatz fossiler Energieträger nötig. „Unser Ziel ist eine rein regenerative Versorgung“, sagt der Warngauer Bürgermeister. Und die böte die Erdwärme aus der Nachbargemeinde.

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Auch für Gemeindewerke-Chef Götz ist das Birkerfeld mit seinem bestehenden Wärmeleitungsnetz also ein attraktives Ziel, an das die Geothermie als Versorger vergleichsweise einfach andocken könnte – zumindest in der Theorie: „Auf Papier ist vieles möglich.“ Voruntersuchungen müssen erst noch zeigen, ob technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist, was auf dem Plan verlockend aussieht.

Die Vorprüfungen werden derweil sicher noch Monate in Anspruch nehmen, frühestens ab Mitte des Jahres rechnet Götz mit belastbaren Ergebnissen. Das ist auch dem Warngauer Bürgermeister klar: „Dinge müssen reifen“, sagt Thurnhuber.

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Katrin Hager

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