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Trainingszeiten im Batusa sind gefragt – nicht nur bei Vereinen aus Holzkirchen und Umgebung.

Nach vereinzelten Beschwerden

Großes Gedränge im Batusa: Darum haben sich die Trainingszeiten für Vereine verändert

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Im Batusa-Hallenbad ist das Gedränge groß. Nun haben die Gemeindewerke den Trainingsplan für Vereine überarbeitet. Das gefällt nicht jedem. Das steckt dahinter.

Holzkirchen – Samstag ist Trainingstag für die Nachwuchs-Rettungsschwimmer der DLRG Tegernsee. Von 10.15 bis 11.45 Uhr üben sie im Batusa, wie sie im Ernstfall Leben retten. So war es zumindest bislang. Die Gemeindewerke Holzkirchen, Betreiber des Hallenbads, haben den Trainingsplan überarbeitet, bestätigt Geschäftsführer Albert Götz auf Anfrage. Die Rettungsschwimmer sollen ab sofort um 8 Uhr anfangen, trainieren dafür bis 10.30 Uhr und das auf zwei statt auf anderthalb Bahnen. Die Verlegung kann Axel Müller dennoch nicht nachvollziehen.

Sein Sohn, zehn Jahre alt, ist Mitglied der DLRG und trainiert seit drei Jahren jeden Samstag in Holzkirchen. Die neue Trainingszeit sei unzumutbar, findet Müller, „vor allem für die Trainer, die aus Bad Wiessee anreisen“. Einige Schwimmer könnten deswegen womöglich nun gar abspringen, befürchtet Müller. „Dann müssten die Trainer wieder neue Gruppen etablieren.“

Diese Befürchtung teilt Bastian Schulte nicht. Er leitet und koordiniert das Schwimmtraining der DLRG in Holzkirchen. Von einer „ungünstigen Verschiebung“ will er nicht sprechen. „Der zeitliche Wechsel wurde vom größten Teil unserer Mitglieder und Eltern, sowie Trainer sehr positiv aufgenommen“, erklärt Schulte unserer Zeitung. Natürlich sei es schwierig an einem Wochenendtag, morgens alle Mitglieder und Eltern zu motivieren. Dass es klappt, davon ist der Schwimmtrainer überzeugt.

Doch warum wurden die Zeiten überhaupt verändert? Wie Gemeindewerke-Chef Götz erklärt, soll den Freizeitschwimmern so wieder mehr Raum und Zeit im Bad eingeräumt werden. Badegäste hätten sich vermehrt wegen des Wellengangs beschwert, den Sport- und Rettungsschwimmer beim Training verursachen. Deshalb habe man einige Trainingseinheiten an die Randöffnungszeiten verschoben, andere kürzen müssen. Wen es mit wie vielen Stunden getroffen hat, kann Götz nicht sagen. Es seien „wenige“ Stunden gewesen: „Nur irgendwen trifft es halt.“

Am SV Grün-Weiß Holzkirchen ist der Kelch vorüber gegangen. „Wir haben unsere Trainingszeiten wie gewohnt“, sagt SV-Vorsitzende Martha Huber. Montagnachmittags haben die Sportler das Becken für sich, am Freitagabend teilen sie es sich mit der Wasserwacht. Eine Regelung, mit der der SV leben kann. Auch wenn Huber sagt: „Wir könnten das Bad zwei, drei Tage vollmachen.“ Dass das nicht geht, versteht sie freilich. „Das Bad soll ja auch noch öffentlich genutzt werden“, sagt Huber.

Bei der Wasserwacht will man den Gemeindewerken ebenfalls keinen Vorwurf machen. Trotz vieler Anfragen versuchten Götz und die Batusa-Schwimmeister, alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen, lobt Petra Hildebrand, die Vorsitzende der Ortsgruppe Holzkirchen. „Wir sind extrem dankbar, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, in einem Bad zu trainieren“, sagt sie. Nicht jeder Verein in der Region habe diesen Luxus. In vielen anderen Kommunen sei der Unterhalt eines Bades nicht mehr zu finanzieren.

Eine Entwicklung, die sich in Holzkirchen bemerkbar macht. Aus dem ganzen Oberland und darüber hinaus, teils zwei Autostunden entfernt, trudeln Anfragen ein. Viele werden sofort abgelehnt. „Die Nachfrage ist groß“, sagt Götz. Doch Holzkirchner Vereine und die aus der direkten Umgebung haben demnach Vorrang. Und die Kapazitäten sind ja schon jetzt ausgeschöpft. Mehr gehe nicht. Götz: „Wir sind schließlich ein Hallenbad für die Allgemeinheit, da können wir die Trainingszeiten nicht endlos ausdehnen.“

Die DLRG hat sich mit den neuen Zeiten derweil arrangiert. Die Wettkampfschwimmer ziehen laut Schulte ab 8 Uhr ihre Bahnen, der Nachwuchs startet um 9 Uhr. Eine Variante, mit der Axel Müller nach eigenen Angaben gut leben kann. Er betont aber: „Die Vereine dürfen kein Spielball sein.“ Eine Lösung, die das Gedränge entzerren würde, bleibt wohl auf unbestimmte Zeit nur Wunschdenken. „Wir bräuchten ein weiteres Becken“, sagt Götz.

fp

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