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Glyphosat wollen die Grünen nicht mehr auf gemeindlichen Flächen sehen. 

Antrag eingereicht

Grüne fordern: Keine Pestizide auf gemeindlichen Flächen

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Keine Pestizide auf gemeindlichen Flächen: Das fordert die Grünen-Fraktion im Gemeinderat. Laut Rathaus verwendet der Bauhof inzwischen gar keine Schädlingsbekämpfungsmittel mehr.

Holzkirchen – Kommunen müssen öffentliche Flächen pflegen, sie von Wildwuchs freihalten. „Jeder will, dass der Ort schön bleibt“, meint Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus.

Die Frage, wie das geschieht, beschäftigt die Grünen-Fraktion im Holzkirchner Gemeinderat. Deshalb hat sie nun einen Antrag eingereicht, mit der Bitte, diesen in der Sitzung am 25. Juli zu behandeln. Demnach möge der Gemeinderat beschließen, dass auf Flächen, die der Gemeinde gehören, die höchstmöglichen Standards für den Schutz der Umwelt, der Artenvielfalt und der Menschen gelten. Das Gremium soll deshalb den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln auf gemeindlichen Flächen ablehnen. Dazu gehören Flächen, die der Bauhof bewirtschaftet: Zum Beispiel Friedhof und Anlagen rund um Schulen und Kindergärten. Ferner soll die Gemeinde beim Abschluss oder der Verlängerung von Pachtverträgen künftig auf eine Klausel bestehen, die den Einsatz von gewissen Pflanzenschutzmitteln ausschließt, heißt es. Und: „Im Rahmen der laufenden Verträge wird der Landwirt über den Wunsch der Gemeinde vorab informiert, dass künftig auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden soll.“ Der Ausschluss von Pestiziden zwinge die Betriebe nicht, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Auch auf gemeindeeigenen Waldflächen sollen Pestizide tabu sein – das werde seit über 20 Jahren in der Praxis sowieso schon realisiert, erklärt Fraktionssprecher Robert Wiechmann.

Die Grünen begründen ihren Antrag so: „Pestizide stellen eine Gefahr für unsere Umwelt und oft auch für unsere Gesundheit dar.“ Es gehe ebenso darum, ein politisches Zeichen zu setzen und einen Beitrag zum Erhalt der Flora und Fauna zu leisten.

Anlass ist laut Wiechmann der Vorstoß von Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne), der alle landkreisweiten Einrichtungen angewiesen hat, auf Glyphosat und andere Wildkrautvernichter zu verzichten. Der Holzkirchner Bauhof zeige sich sehr kooperativ beim Umweltschutz, so habe er Blühflächen an Kreisverkehren angelegt. Gemeinderat Karl Bär ergänzt: „Wir sind da in Holzkirchen nicht so schlecht. Es ist nicht so, dass der Bauhof wild spritzt.“

Dennoch hatte Bär in der Vergangenheit eine ähnliche Anfrage gestellt. Die Verwaltung habe ihm damals geantwortet, dass der Bauhof ein paar Pestizide mit Wirkstoffen wie dem Herbizid Glyphosat und dem Insektengift Thiacloprid benutze. Glyphosat sei umstritten, es soll krebserregend sein, so Bär. „Es wirkt gegen alle Pflanzen.“ Das schädige die Biodiversität. Thiacloprid stehe im Verdacht, mitverantwortlich am Bienensterben zu sein.

Laut Haunschild hat der Bauhof damals tatsächlich noch Pestizide eingesetzt. Aber: „Inzwischen verwendet er sie nicht mehr.“ Alternativ würden nun Geräte mit Heißwasser benutzt. Unklar ist, wie es mit denjenigen Flächen aussieht, die die Gemeinde an Externe verpachtet. „Im Moment gibt es da keine vertragliche Vorgabe“, erklärt Haunschild. „Bodenproben entnehmen wir nicht.“ An diesem Punkt des Antrags könnte man eventuell ansetzen. Das müsse man prüfen.

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