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Auch an anderen Schulen ist der Sport in der Höhe beliebt. Im Gymnasium Miesbach gibt es eine Kletterwand samt Boulderhöhle. 

Bewegung für Schüler 

Gymnasium wünscht sich Boulderbogen - Spender gesucht

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Austoben in luftiger Höhe: Das Staatliche Gymnasium Holzkirchen wünscht sich einen Boulderbogen für die Schüler. Noch hakt es am Geld. Die Schule hofft nun auf großzügige Spender.

Holzkirchen – Axel Kisters, Schulleiter des Staatlichen Gymnasiums in Holzkirchen, kann und will sich nicht beklagen. Das Gymnasium, wo der Schulbetrieb im Herbst 2014 startete, sei als neue Schule natürlich in einer vorteilhaften Situation. „Die Schule ist gut ausgestattet“, lobt er. Dennoch würden weitere Flächen und Geräte fehlen, wo Kinder Bewegungsmöglichkeiten haben. Ansätze gebe es zwar bereits – etwa die sogenannte bewegte Pause. Hierbei können Schüler auf eine Tonne zugreifen, in der unter anderem Wurf- und Ballspiele lagern. Sie können sich den Schlüssel dafür im Sekretariat abholen, müssen sich in einer Liste eintragen – und den Schlüssel nach der Pause wieder abgeben. „Das läuft“, meint Kisters. Zusätzlich stehen am Pausenhof Tischtennisplatten parat. Das reiche jedoch nicht mehr aus. „Wir wachsen“, sagt Kisters. Aktuell seien es 607 Schüler, von der fünften bis zur neunten Klasse. Höhere Jahrgangsstufen existieren an der im Aufbau befindlichen Schule noch nicht.

Deshalb wünscht sich das Gymnasium jetzt einen Boulderbogen. Bouldern ist das seilfreie Klettern in geringer Höhe. Von Beginn an sei eine ähnliche Anlage im Gespräch gewesen, berichtet Kisters. Zunächst dachte man an eine Boulderhöhle im Bereich des Sportraums nach. Das wäre aber zu abseits, findet er nun. „Wir wollen jetzt etwas haben, wo jeder jederzeit hingehen kann.“ Nach und nach habe sich die Idee eines Boulderbogens entwickelt, der im südlichen Bereich beim Grünen Klassenzimmer aufgestellt werden soll. Der untere Bereich könnte gekiest werden. Hier könnten alle Schüler jeder Altersstufe ohne Gurt klettern – ohne dass es eine dauerhafte Aufsicht bedarf.

Auch mit dem Schulaufwandsträger, dem Landkreis, und dem Unternehmen Vinci (ehemals SKE) – das den Neubau damals schlüsselfertig lieferte und zudem 25 Jahre lang für Wartung und Reinigung zuständig ist – sei man in Gesprächen. Sicherheitsbedenken für den Sport in der Höhe hat Kisters nicht. Und: „Der Landkreis würde nichts auf seinem Grund bauen, was nicht den Sicherheitsvorschriften entspricht.“ Zudem würden dann Fachleute die Anlage überprüfen.

Die Gesamtkosten sind ebenfalls hoch – rund 25 000 Euro. „Die Finanzierung ist noch nicht gesichert“, meint Kisters. Man habe allerdings verschiedene potentielle Geldgeber angesprochen. Darunter die Marktgemeinde Holzkirchen. Die unterstützt die Anschaffung mit 5000 Euro (wir berichteten). „Wir freuen uns, dass die Gemeinde das Fundament gesetzt hat“, sagt der Schulleiter. Jetzt baut das Gymnasium auf spendable Firmen. Am Gymnasium in Miesbach etwa habe es auch einen privaten Spender gegeben. Hier können sich die Schüler an einer Kletterwand in der Turnhalle und einer Boulderhöhle austoben.

Ob das mit dem Boulderbogen heuer noch was wird, weiß Kisters im Moment nicht. „Das ist noch Zukunftsmusik“, sagt der Schulleiter.

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