Prüfungsstart bei Pasold-Weißauer in Holzkirchen 

Heiße Phase für die Wirtschaftsschüler

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Sie müssen ein Unternehmen sicher durch schwieriges Fahrwasser steuern und die harte Nuss Mathematik verbindlich schriftlich knacken: Auf die Absolventen der Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer in Holzkirchen warten in den Prüfungswochen einige Neuerungen.

Holzkirchen – Für 80 junge Damen und Herren beginnt am Montag, 4. Juni, in der Holzkirchner Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer die heißeste Zeit des Jahres: In den kommenden drei Wochen stehen die Abschlussprüfungen an. Zum Auftakt wartet ein neuartiges Prüfungsformat – das stark praxislastige „Übungsunternehmen“. Ganz am Ende, am 28. Juni, lauert ein besonders schwerer Brocken. „Erstmals wird heuer bei den bayerischen Wirtschaftsschulen eine schriftliche Mathe-Prüfung verlangt“, sagt Holzkirchens Schulleiterin Kathrin Schilbach.

Der Prüfungsteil Übungsunternehmen gliedert sich in eine bereits geschriebene Hausarbeit und in einen praktischen Teil, der am 11. und 12. Juni angesetzt ist. „Die Schüler müssen zeigen, dass sie mit einer Aufgabe zurechtkommen, wie sie in einem Unternehmen typischerweise anfällt“, erklärt die Schulleiterin. Dafür steht den Absolventen eine spezielle Simulations-Software zur Verfügung. Nur zehn der 80 Prüflinge wählten diese Prüfungsform, der Rest entschied sich dafür, am 28. Juni die Nuss Mathematik zu knacken.

Die zweite Woche (18. bis 22. Juni) steht ganz im Zeichen der mündlichen Englisch-Prüfung, ehe es ab Montag, 25. Juni, schriftlich zur Sache geht. Gleich am ersten dieser Prüfungstage wartet das Fach Deutsch, am Dienstag folgt „Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle“, am Mittwoch Englisch und (für die meisten) am Donnerstag zum Abschluss Mathe. Wackelkandidaten müssen zwei Wochen länger schwitzen: Die mündlichen Nachprüfungen sind für Donnerstag, 12. Juli, angesetzt.

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Die Holzkirchner Wirtschaftsschule steuert mittlerweile wieder stabilen Kurs. Aktuell sind dort 230 Jugendliche eingeschrieben. „Unser Einzugsgebiet erstreckt sich vor allem auf die Landkreise Miesbach und Bad Tölz- Wolfratshausen“, sagt Schulleiterin Schilbach. Einige der Schüler wohnen sogar im Raum München und Rosenheim. Zum Teil nehmen sie 90-minütige Anfahrten in Kauf.

Vor vier Jahren hatte die Privatschule mit sinkenden Einschreibungszahlen zu kämpfen. „Die 200 haben wir aber immer gehalten“, sagt Schilbach, die 2014 die Leitung übernahm, als ihr Vorgänger Eberhard Marx in den Ruhestand ging. „Wir sind auf einem aufsteigenden Ast. Wir wachsen wieder.“ 

Rubriklistenbild: © dpa / Bernd Wüstneck

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