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Der Bohrturm steht voraussichtlich nur noch bis März. 

Geothermie-Kraftwerk 

Heizzentrale: Bau soll bald beginnen

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Holzkirchen - Der erste Schritt für das Geothermiekraftwerk in Holzkirchen ist getan: Der Bauausschuss erteilte sein Einvernehmen für den Bauabschnitt eins mit der Wärmezentrale.

Bastian Bremerich (28) übernimmt die Leitung des Kraftwerksbaus.

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) ist begeistert: „Das Vertrauen in die Geothermie hat jetzt ein Gesicht bekommen.“ Den 28-jährigen Bastian Bremerich. Dieser abgeklärt wirkende junge Mann mit dunkler Brille, der seit sieben Monaten bei den Gemeindewerken und der Geothermie Holzkirchen GmbH arbeitet, übernimmt laut Geschäftsführer Albert Götz die Leitung des Geothermiekraftwerks-Baus. Bremerich habe vier Jahre Erfahrung bei der Geothermie in Grünwald gesammelt. Auch in Holzkirchen habe er Projekte begleitet.

Bremerich wurde nun in der Bauausschusssitzung vorgestellt, als es um den Bauantrag für den ersten Bauabschnitt des Geothermiekraftwerks in der Alten Au ging. Der Abschnitt beinhaltet den Bau einer Wärmezentrale für die Wärmeversorgung, einer Abstellhalle sowie der Thermalwasserleitungen. Auch das Auffangbecken soll umgebaut werden. Ein zweiter Bauabschnitt soll später für das Stromkraftwerk erfolgen. „Auch wenn das Thema Geothermie sehr prickelnd ist, ist das ein ganz normaler Bauantrag“, schickte Löwis voraus.

Laut einem Mitarbeiter aus dem Bauamt stehen die beiden Gebäude mit einer Nutzfläche von 800 Quadratmetern nebeneinander und erreichen eine Länge von 42,90 Metern und eine Breite von 18,46 Metern. Die Zentrale fällt mit einer Wandhöhe von 5,70 Metern kleiner aus als das Nachbargebäude, das 7,84 Metern erreicht. Der Gebäudekomplex mit Flachdach soll im nördlichen Teil des Areals erwachsen. Dort, wo Besucherzentrum und Baucontainer stehen. „Das Gelände muss aus Sicherheitsgründen eingefriedet werden“, erklärte der Mitarbeiter. Als Erschließung dient die bestehende Zufahrt – über die MB 9 geht es auf einem Waldweg auf das Gelände. Zehn Parkplätze sind nachzuweisen. Einen Bebauungsplan gibt es für das Areal nicht, das Vorhaben im Außenbereich gilt als privilegiert, weil es sich laut Rathaus um Energieerzeugung handelt.

Robert Wiechmann (Grüne) erinnerte daran, dass eine Ersatzaufforstung nötig war – und bat darum, dies nochmals aufzunehmen. Laut dem Mitarbeiter hat die Gemeinde Ersatz geschaffen, zwischen Oberlaindern und Schmidham sowie an der Flinspachstraße. Früher sei das Gelände in der Alten Au bewaldet gewesen, es wurde gerodet. Christoph Schmid (CSU) fragte, ob es zeitlich passe, wenn die Baucontainer für das Kraftwerk weichen. Laut Götz ist das kein Problem. „Für die Pumptests kommen wir auch ohne Baucontainer aus.“ Der Bohrturm werde im März abgebaut. Birgit Eibl (FWG) wollte wissen, warum nicht gleich beide Abschnitte behandelt wurden. Götz erklärte: „Wir wollten mit der Fernwärme nicht so lange warten.“ Das Stromkraftwerk entsteht südlich der Heizzentrale. „Das hat dann also gerade so Platz“, meinte Schmid. Löwis nickte: „Die Fläche wird gut genutzt.“

Der Bauausschuss erteilte geschlossen sein Einvernehmen. Die Bauarbeiten könnten noch im Frühling beginnen. Wie berichtet, befindet sich die zweite Bohrung auf der Zielgeraden. Die Experten rechnen damit, im Februar fündig zu werden.

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