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Das künftige Quartier „living 28“ hat auf der Animation schon Gestalt angenommen. Die „28“ bezieht sich auf die Hausnummer der Münchner Straße. 37 Eigentums-Wohnungen sind in den drei Häusern untergebracht. Daneben ist das Vilgertshofer-Quartier auf dem alten Baywa-Areal zu erkennen, das 2015 fertiggestellt wurde.

Neubau-Projekt im Holzkirchner Ortskern 

Hier braucht man einen dicken Geldbeutel

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Holzkirchen – Die Lage ist gut, die Ausstattung gehoben: In Holzkirchen auf dem Gelände der ehemaligen Schreinerei Vogl, entstehen derzeit drei große Häuser mit insgesamt 37 Eigentums-Wohnungen. Die Hälfte ist verkauft – obwohl sich das nur Interessenten mit dickem Geldbeutel leisten können.

Wo ehedem die Baywa und die Schreinerei Vogl ihrer Arbeit nachgingen, ist jetzt „Premium-Wohnen“ angesagt. Investor Thomas Vilgertshofer machte den Anfang und stellte auf das ehemalige Baywa-Areal an der Münchner Straße vier Häuser mit 58 Wohnungen. Seit Sommer 2015 ist das Quartier bewohnt.

In unmittelbarer Nachbarschaft zieht jetzt ein anderer Investor nach, das Bauforum Tegernseer Tal, vertreten durch Inhaber und Geschäftsführer Hans-Peter Völmicke (61). Der Gmunder erwarb das ehemalige Schreinereigelände von Josef Vogl, der seinen Betrieb ins Warngauer Gewerbegebiet Birkerfeld verlagert hat. Die Keller von zwei Häusern sind betoniert. „Leider ruhen die Arbeiten witterungsbedingt“, sagt Völmicke. Er ist aber zuversichtlich, den Käufern im Februar 2018 ihre Schlüssel aushändigen zu können.

Völmicke hat kräftig investiert. Eine genaue Summe will er nicht nennen, „aber da steckt ein Betrag jenseits der zehn Millionen Euro drin“. Was er baut, ist nicht von der Stange. Die Wohnungen, die zwischen 43 und 98 Quadratmeter groß sind, sind alle barrierefrei, sie verfügen über dezentrale Lüftung mit Wärmeregulierung und Sonnenschutz-Verglasung. Einen Spielplatz wird es geben, einigen Parterre-Wohnungen sind Gärten zugeordnet.

Dieser Standard, verbunden mit der Lage, hat einen stolzen Preis. Der Quadratmeter liegt zwischen 5600 und 5900 Euro – und damit noch höher als bei den Vilgertshofer-Wohnungen, die im Durchschnitt für 4200 Euro je Quadratmeter weggingen. Für die sechs Dachgeschoss-Wohnungen des Völmicke-Projekts sind gar bis zu 6200 Euro fällig. Fünf davon sind verkauft. Auch sonst schreckt der Preis offenbar kaum ab. Etwa die Hälfte aller Wohnungen, so sagt der Investor, hat schon Käufer gefunden. Nur 18 Wohnungen sind noch zu haben. „Ich habe keinerlei Sorge, die nicht loszuwerden“, sagt Völmicke.

Investor vor verschneiter Baugrube: Hans-Peter Völmicke hofft, die Wohnungen in gut einem Jahr an die Käufer übergeben zu können. Die Nachfrage ist beachtlich: Schon jetzt ist die Hälfte verkauft.

Die Käufer kommen hauptsächlich aus der Region: Holzkirchen, Otterfing, Sauerlach, Weyarn, das Tegernseer Tal. Der überwiegende Teil will nicht selber einziehen, sondern nutzt die Wohnung als Kapitalanlage. „Das hat mich überrascht“, sagt Völmicke, „aber das heißt, dass in einem Jahr sehr interessante Mietwohnungen in Holzkirchen auf dem Markt sind.“ Nur ein Katzensprung zum Bahnhof, mitten im Zentrum und doch ruhig gelegen – der Standort ist sein Geld wert, findet der Investor.

Die Zufahrt erfolgt über das Vilgertshofer-Grundstück. Nur während der Bauphase dürfen schwere Baufahrzeuge eine zweite Stichstraße nutzen, die später verschlossen wird. In zwei Tiefgaragen bringt Völmicke 46 Stellplätze unter, oberirdisch finden zehn Autos Platz.

Die zweite Tiefgarage hätte sich der Investor gerne gespart. Doch eine Mehrheit des Gemeinderats lehnte seine Bitte ab, auf zehn der geforderten Stellplätze gegen Zahlung von gut 60 000 Euro zu verzichten. „1,5 Parkplätze für so kleine Wohnungen ist meiner Meinung nach zu viel“, sagt Völmicke. Es sei schwierig, die Tiefgaragenplätze an den Mann zu bringen. „Einige wollen gar keinen, ich verkaufe aber nur mit Stellplatz.“

Völmicke hegt Zweifel, ob die strenge Stellplatz-Vorgabe der Gemeinde juristisch standhalten würde. Auf eine langwierige Klage jedoch verzichtete er und baut zähneknirschend die zweite Tiefgarage. „Ich wurde genötigt, etwas Unwirtschaftliches zu tun“, klagt der 61-Jährige, „aber Verzögerungen kann ich mir nicht erlauben.“

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