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Filmen im Klassenzimmer ist an der Oberland-Realschule Holzkirchen Programm. Das Archivbild zeigt Filmlehrer Sebastian Wanninger mit Schülern bei Dreharbeiten für einen Trickfilm. Nun sind sie Festivalastgeber. 

Filmtage Bayerischer Schulen an der Oberland-Realschule starten

Hollywood der Schüler in Holzkirchen

Holzkirchen wird in dieser Woche ein kleines Hollywood: Am Donnerstag starten die 41. Filmtage Bayerischer Schulen, die heuer die Oberland-Realschule ausrichtet.

Holzkirchen – Die Oberland-Realschule Holzkirchen wird in dieser Woche zum Hollywood der bayerischen Nachwuchsfilmemacher: Rund 250 Schüler und Lehrer aus ganz Bayern sind hier zu den 41. Filmtagen Bayerischer Schulen zu Gast, die die Realschule in Holzkirchen heuer erstmals ausrichtet – und dies auch in den kommenden vier Jahren tun wird. 40 Filme haben es in das Finale geschafft und werden in Holzkirchen gezeigt. Festivalleiter Sebastian Wanninger, Filmlehrer an der Oberland-Realschule, rechnet sich auch für die Gastgeber Chancen aus.

40 Filmteams mit je fünf Schülern treffen an der Oberland-Realschule zusammen, um die besten Kurzfilme des vergangene Jahres zu premieren. In einer Kinobox mit Tribüne werden von Donnerstag bis Samstag, 11. bis 13. Oktober 2018, in jeweils fünf Blöcken die 40 Filme gezeigt, die aus insgesamt 110 eingereichten Beiträgen fürs Finale ausgewählt wurden. 25 weitere Filme werden im Block „Horizonte“ gezeigt. „Das ist der Block mit Filmen, die zwar gut, aber noch nicht so perfekt wie die anderen Filme sind“, erklärt Wanninger. Auch sie sollen eine Plattform erhalten.

Die Jury besteht aus zwölf Personen, viele davon selbst Filmklassenlehrer. „Es ist wichtig die Filme in eine Relation zu bringen“, erklärt Wanninger. Kein leichter Job, denn die Filmteams kommen aus ganz unterschiedlichen Altersstufen und Schularten. „Wir haben Grundschüler genauso dabei, wie Mittelschüler, Gymnasiasten, Realschüler und Sonderschüler. FOS- und BOS-Schüler sind auch dabei“, so Wanninger. Die Gewinnerteams können sich über Geldpreise zwischen 300 und 250 Euro freuen, aber auch einen Workshop beim Bayrischen Rundfunk und Gutscheine für die Therme Erding gibt’s zu gewinnen. „Gerade die Geldpreise sind super, weil sich die Teams dann mit neuen Filmmaterialien eindecken können“, sagt Wanninger.

Das Festival ist übrigens das älteste Filmfest ganz Deutschlands, es fand 1977 erstmals statt. „Ich bin stolz, dass wir das Festival jetzt fünf Mal bei uns an der Schule haben, immerhin sind wir ja auch sehr aktiv“, sagt Wanninger. Er hat gemeinsam mit seinen drei Filmteams drei Werke eingereicht, die jetzt im besten Fall unter den 40 Beiträgen herausstechen. „Ich rechne mir unbedingt Chancen für meine Schüler aus“, sagt der 41-jährige Lehrer. In der Vergangenheit wurden die Holzkirchner Schüler schon mehrmals mit Preisen für hochklassige Filme belohnt, seit 2016 gibt es eigene Filmklassen ab der 5. Jahrgangsstufe. „Ich lasse die Schüler viel selbst entscheiden, gehe mit ihnen den Weg und unterstütze sie, aber die Ideen stammen von ihnen“, sagt Wanninger stolz.

Während des Festivals können die Filmteams an Workshops teilnehmen. Ein Schminkworkshop zeigt, wie täuschend echt Wunden künstlich dargestellt werden können. Aber auch zu den Themen „Wie werde ich ein erfolgreicher Youtuber?“, „Wirkung von Filmmusik“, „Ton und Kamera“, „Spiel vor der Kamera“ werden Workshops in Kooperation mit den Bavaria-Filmstudios angeboten. Ein Höhepunkt wird der Besuch von „Das schönste Mädchen der Welt“-Regisseur Aron Lehmann. „Wir zeigen den Film in der Kinobox und danach haben die Schüler die Möglichkeit mit dem Regisseur ins Gespräch zu kommen“, berichtet Wanninger. „Es ist so viel geboten. Vor allem die Workshops werden den jungen Teilnehmern Spaß machen – da nehmen sie richtig was mit und wollen sicher sofort den nächsten Film drehen.“

Auch die diesjährigen Filmtage selbst werden filmisch dokumentiert. Zwölf Teams haben Gelegenheit, in der Gruppe per i-Pad einen 99-sekündigen Film über das Festival zu drehen. Der beste Film wird mit 300 Euro belohnt.

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Untergebracht werden die 250 Schüler und begleitenden Lehrer im Schulhaus, verteilt auf alle Klassenzimmer. „Die Kinder und Jugendlichen schlafen nicht nur hier, wir werden sie hier auch komplett versorgen“, sagt Wanninger. „Das wird sicher lustig.“

Kathrin Suda

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