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Marktplatzfasching bei Frühlingswetter

3000 Maschkera feiern indische Hochzeit: Bollywood lässt grüßen

Die Vermählung von Prinz Harry und seiner Meghan war ein Kindergeburtstag – verglichen mit der farbenprächtigen„Damisch-Indischen Hochzeit“, die mehr als 3000 Maschkera am Faschingssonntag auf dem Holzkirchner Marktplatz feierten.

Holzkirchen Der große Tag begann mit einem Schreckmoment, wie Andreas Pohl, zweiter Vorsitzender des ausrichtenden Faschingsvereins, berichtete. „Das Brautpaar samt Priester war angeblich von der Grippe dahingerafft. Da mussten wir schnell Ersatz finden.“ Andrea Wagner und Andreas Beck sprangen ein; und Andi Pohl, ursprünglich eingeplant als heilige Kuh, übernahm kurzerhand die Vermählungszeremonie von Jagi Singh Son sei Cousin und der holden Lassmiranda. Bollywood in Holzkirchen war gerettet.

Die Verkleidungen waren farbenprächtig, die Stimmung ausgelassen und das Wetter bot einen Hauch von indischem Frühling. Der Umzug vom Bahnhof her fand diesmal ohne motorisierte Wagen statt. Dennoch machten sich witzige Fußtruppen auf den Weg, die vom Holzkirchner Spielmannszug angeführt wurden.

Zwei Kamele liefen vor der Rikscha des Brautpaares, ein aufgeblasener Plastikelefant ließ Kinderherzen höherschlagen. Die Mitglieder des Team Theater tauchten als Elefantenherde auf. Als indische Tänzerinnen zeigten sich die Eisprinzessinnen aus Holzkirchen und Umgebung.

Unter lautem Beifall verkündete der steinreiche Bräutigam, dass er Holzkirchen eine Eis-Arena schenkt, eine Tajmaeishall. „Die Not muss gelindert werden“, versprach der indische Bräutigam. Beim Rikscha-Rennen zu Ehren des Brautpaars kam es auf Geschicklichkeit und Geschwindigkeit an. Die Teams wurden lautstark angefeuert.

Unter den Hochzeitsgästen tummelten sich die Freundinnen Magdalena (25) und Christine (23), beide in farbenfrohe Saris gehüllt. „Das Motto ist super und der Fasching in Holzkirchen hat Tradition bei uns. Hier kommen alle zusammen – und nach dem Fest geht’s im Keller der alten Post weiter.“

Auch einige Hühner wohnten der Zeremonie bei. „Ich hoffe, dass ich nicht als Tandoori-Chicken in einen Topf wandere“, schmunzelte das 12-jährige Hühnchen Fred aus Holzkirchen. Der indische Großfürst Gerhard (73) war ebenfalls unter den Gästen. „Das Maharadscha-Kostüm liegt seit gut 40 Jahren in meiner Verkleidungskiste. Jetzt konnte ich es mal wieder rausholen“, freut sich der Holzkirchner Rentner.

Und potzblitz: Auch waschechte Inder mischten sich unters Volk. Rakesh Kumar (35) kam mit Frau Kanchan Roy und der vierjährigen Tochter Sharanya. „Das Motto gefällt uns. Endlich mal so ein richtiges Heimatgefühl in Holzkirchen, und wir müssen uns gar nicht verkleiden“, scherzt Rakesh, der seit vier Jahren in Holzkirchen lebt.

Schon schweift der Blick ins nächste Jahr, dann wollen es die Damischen beim Marktplatzfasching so richtig krachen lassen. „2020 werden wir Damische 22 Jahre, also zwei Mal elf Jahre“, sagt Pohl, „das wird mit einem großen Umzug gefeiert.“

Kathrin Suda

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