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„Abfüllerei“ öffnet erst im Oktober: Neue Terrasse versüßt Wartezeit

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Von: Andreas Höger

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Verkaufsstart auf Oktober verschoben: das „Unverpackt“-Team mit (v.l.) Geschäftsführerin Doris Kordon, Vorständin Heidi Fries, Aufsichtsrätin Doerthe Winter und Vorständin Sabine Kamin vor dem Geschäft in der Münchner Straße.
Verkaufsstart auf Oktober verschoben: das „Unverpackt“-Team mit (v.l.) Geschäftsführerin Doris Kordon, Vorständin Heidi Fries, Aufsichtsrätin Doerthe Winter und Vorständin Sabine Kamin vor dem Geschäft in der Münchner Straße. © Stefan Schweihofer

Überall wo gebaut wird, bremsen Lieferprobleme. Auch die „Abfüllerei“, der erste Unverpacktladen Holzkirchens, muss seine Eröffnung verschieben. Der Laden in der Münchner Straße wird wohl erst im Oktober starten. „Unsere Euphorie lässt sich aber nicht bremsen“, sagt Vorständin Heidi Fries. Zumal das Warten auch einen Mehrwert bringt: Vor Laden und Café wird es eine Terrasse geben.

Holzkirchen – Das kam unerwartet: Die vormals breite Treppe vor der ehemaligen Hafnerei, auf der Gefällstrecke der Münchner Straße, wird verkleinert und schafft so Platz für eine Terrasse direkt vor dem Unverpackt-Laden. „Die geht sogar ums Eck rum“, freut sich Heidi Fries, „für uns eine schöne Überraschung.“ Der Vermieter habe dies in Absprache mit dem Rathaus ermöglicht. Den Platz im Freien direkt vor Laden und Tagescafé werde man bespielen mit Tischen und Stühlen. „Dafür warten wir gerne auch etwas länger“, sagt die Vorständin von „Holzkirchen unverpackt“.

Ursprünglich war geplant, die „Abfüllerei“ schon im Juli zu öffnen. „Aber es fehlt Material“, sagt Fries. Das Metallgeländer für die Terrasse, die neuen Fenster oder die Eingangstür, sie lassen auf sich warten. Was die Laden-Ausstattung betrifft, „wären wir startbereit“, sagt Fries. Das Café ist sogar schon eingeräumt. Die ersten Warenpakete sind längst eingetroffen und müssen nun in Kellern der Unverpackt-Führungsriege auf die ersten Kunden warten. „Wir gehen davon aus, dass wir Mitte oder Ende Oktober große Eröffnung feiern“, hofft Fries.

Inzwischen ist auch personelle Verstärkung in Sicht. Neben Fries und ihrer Co-Vorständin Sabine Kamin soll die Holzkirchnerin Doris Kordon als Geschäftsführerin die Geschicke des „kleinen Bio-Großmarkts“ maßgeblich leiten. Der Aufsichtsrat muss die offizielle Bestellung allerdings erst noch vornehmen. Getragen wird das Projekt von einer Genossenschaft. 127 Mitglieder zeichneten bis dato 250 Anteile zu je 150 Euro. „Es dürfen gerne noch mehr werden“, sagt Fries.

Bezahlt werden Lebensmittel nach Menge und Gewicht

Das Konzept des Ladens sieht vor, dass die Kunden ihre Behältnisse selbst mitbringen und sich so Lebensmittel ohne Verpackung kaufen. Bezahlt wird nach Menge oder Gewicht. Fries ist sich sicher, dass diese Geschäftsidee in Holzkirchen trägt. Ein Selbstläufer ist das Prinzip Unverpackt jedoch nicht, wie die jüngste Krise des Ladens in Bad Tölz zeigt. Dort waren die Kunden ausgeblieben, erst nach einem Umbau und einer Neuausrichtung des Sortiments ging es zuletzt wieder aufwärts.

Fries kennt die Hintergründe, die sich nach ihrer Überzeugung aber nicht auf Holzkirchen übertragen lassen. „Man muss den Standort des Ladens sehen, das ist ganz entscheidend. Wir in Holzkirchen sind sehr gut sichtbar und haben auch mehr Verkaufsfläche.“ Kunden könnten, anders als in anderen Unverpackt-Läden, ihren ganzen Einkauf auf einmal erledigen – und sich dann noch einen Bio-Café, einen Bio-Kuchen und Bio-Snacks schmecken lassen.

Andererseits: Eine Goldgrube wird die „Abfüllerei“ eher nicht werden, weiß auch Fries. „Für uns ist entscheidend, dass wir ein Bewusstsein dafür wecken, wie wichtig gesunde Lebensmittel sind und dass es auch ohne Plastikverpackung funktioniert.“ Angedacht ist sogar, Waren auszuliefern, „vielleicht gegen eine kleine Spende“. Preislich will sich der Laden an der Bio-Konkurrenz orientieren, sagt Fries: „Und natürlich wird es regelmäßig Sonderangebote geben.“

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