Polizei stoppt Anhänger-Gespann

Mit 160 km/h über die Autobahn: Franzose muss zahlen, ist aber auch erleichtert   

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Der Mercedes flog fast über die Autobahn, hinter ihm hüpfte ein leerer Anhänger munter hin und her. Die Autobahnpolizei Holzkirchen bat am Mittwoch einen Franzosen zur Kasse, der am Ende froh war, nicht in seinem Heimatland erwischt worden zu sein. 

Holzkirchen - Ganz besonders eilig hatte es am Mittwochnachmittag (10. Juni) ein 33-jähriger Franzose auf der Salzburger Autobahn. Wie die Autobahnpolizei Holzkirchen mitteilt, steuerte der Mann einen PS-starken Mercedes, an den ein Anhänger gekoppelt war. Der Anhänger war nicht beladen. 

Das Pech des schnellen Franzosen: Gegen 13.30 Uhr überholte er, kurz vor der Anschlussstelle Weyarn, mit auffällig hoher Geschwindigkeit ausgerechnet ein ziviles Videofahrzeug der Autobahnpolizei Holzkirchen.

Die Beamten schalteten die Kamera ein und bekamen schnell auffällige Werte. Mit teilweise 160 Stundenkilometern flog das Gespann regelrecht über die Autobahn in Richtung München. Der unbeladene Anhänger hüpfte dabei vor den Augen der verfolgenden Polizisten munter hin und her.

Das Videofahrzeug nahm die Verfolgung auf. Kurz vor Holzkirchen gelang es dann, den eiligen Mercedes-Fahrer einzuholen und anzuhalten.

Franzose muss fast 500 Euro Strafe zahlen

Angesprochen auf seine doch sehr rasante Fahrt äußerte der 33-Jährige lediglich, dass dies mit seinem PS-starken Mercedes überhaupt kein Problem darstelle. Was ihn jedoch nicht von der Gebührenpflicht befreite: Der Fahrer durfte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 468 Euro vor Ort hinterlegen. Zudem erwarten ihn nach Angaben der Polizei ein zweimonatiges Fahrverbot in Deutschland sowie zwei Punkte in Flensburg.

Nach Abwicklung der Angelegenheit atmete der schnelle Franzose einmal tief durch. Trotz der vergleichsweise saftigen Strafe sei er sichtlich erleichtert gewesen, berichtet die Autobahnpolizei. Denn nach seinen Angaben hätte er in Frankreich für das gleiche Vergehen etwa 1500 Euro berappen müssen. Zudem hätte die Gefahr bestanden, dass sein Fahrzeug eingezogen wird.

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