Bahnübergang Holzkirchen Miesbacher Straße, Oktober 2020, verlängerte Schließzeiten verursachen Stau
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Motor aus und Geduld üben: Die verlängerten Schließzeiten vor der Bahnschranke führten gestern zu einem großflächigen Stau in Holzkirchen, weil jetzt zusätzlich die B 318 (Richtung Süden) durch den Ort umgeleitet wird.

B 318 wegen Bauarbeiten komplett gesperrt

Zwei Behinderungen gleichzeitig: Bis Ende Oktober droht in Holzkirchen eine ärgerliche Staufalle

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Nichts ging mehr: Im Holzkirchner Ortskern baute sich am Montag (19. Oktober) ein weiträumiger Stau auf. Zurückzuführen sind die Behinderungen auf zwei größere Verkehrsbehinderungen, die sich seit Montag auf der Miesbacher Straße (B 13) aufschaukeln.

Holzkirchen – Ewiges Warten an der Bahnschranke und oben drauf zusätzlich der Verkehr einer halben Bundesstraße: Die Miesbacher Straße in Holzkirchen, mithin die B 13, wurde am Montag Vormittag für viele Autofahrer zur Falle. Nicht nur, dass die Schließzeit der Bahnschranke, bedingt durch die Folgen des Bahnunfalls in Thann am 8. September, einige Minuten länger dauert als üblich. Seit Montag wird zudem der Verkehr der B 318 in Richtung Süden durch Holzkirchen geleitet, weil die Bundesstraße zwischen Lochham und Warngau eine neue Fahrbahndecke bekommt und der Abschnitt dafür komplett gesperrt werden muss.

Polizei hofft, dass sich der Stau vom Montag nicht wiederholt

Genervte Autofahrer, die im Stau festsaßen, machten ihrem Unmut Luft und klingelten bei der Polizei durch. „Wir hatten einige Anrufe in dieser Richtung“, sagt Robert Hirschel, stellvertretender Leiter der örtlichen Polizei-Inspektion. Zwischen 9.30 und 10 Uhr standen die Autos fast im ganzen Ortskern, der Rückstau reichte laut Hirschel bis zum HEP-Kreisel. Lange Wartezeiten vor der Bahnschranke und gleichzeitig die Frequenz von eineinhalb Bundesstraßen – das sei eine unglückliche Konstellation auf der Miesbacher Straße, sagt Hirschel, „aber wir haben da keine Handhabe.“

Von einem Chaos, wie manch wütender Autofahrer schimpfte, könne indes keine Rede sein. Am späten Vormittag habe sich der Stau aufgelöst, berichtet der stellvertretende Inspektionsleiter. „Ich hoffe, die Lage bleibt entspannt.“ Hirschel geht davon aus, dass die „Doppelbelastung“ der Ortsdurchfahrt für manche Verkehrsteilnehmer am Montag eine unschöne Überraschung war, der man in den kommenden Tagen möglichst aus dem Weg geht. „Wir beobachten das“, sagt Hirschel.

Schon am Dienstag: Geschwindigkeitskontrolle in Osterwarngau

Während sich der von der Autobahn kommende Pkw-Verkehr durch Holzkirchen und Sufferloh windet und bei Warngau wieder auf die B 318 geführt wird, muss der Verkehr in Richtung Norden auf der MB 19 über Osterwarngau und Mitterdarching ausweichen.

Auch auf dieser Route knirscht es: In Osterwarngau gilt während der Umleitungszeit Tempo 30, um die Mehrbelastung der Anlieger in Grenzen zu halten. „Offenbar wird dort viel zu schnell gefahren“, sagt Hirschel. Mehrere Anrufer aus Osterwarngau hätten sich darüber beklagt. „Dem gehen wir nach“, sagt Hirschel. Schon am Dienstag (20. Oktober) werde die Polizei im Ort eine Geschwindigkeits-Kontrolle durchführen.

Die Vollsperrung der B 318 zwischen Lochham und Warngau dauert nach Mitteilung des staatlichen Bauamts Rosenheim voraussichtlich bis Ende Oktober. Ebenfalls bis Ende des Monats müssen die Autofahrer die längeren Schließzeiten an den Holzkirchner Bahnübergängen Miesbacher und Tegernseer Straße in Kauf nehmen. Zehn Tage noch sollten vor allem Pendler versuchen, nicht in diese Falle zu tappen.

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