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Die Rettung gelang, allerdings ohne Gummistiefel.

Ungewöhnlicher Einsatz in St.-Josef-Straße 

Bauarbeiter steckt in Lehmboden fest: Feuerwehr baggert ihn frei

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Der morastige Lehmboden gab ihn nicht mehr her: Ein Arbeiter (50) steckte am Dienstag in einer Holzkirchner Baugrube fest. Es bestand die Gefahr, dass er in einen Fundament-Schacht rutscht. Die Feuerwehr zeigte, dass sie auch für solche Fälle gerüstet ist.    

Holzkirchen - Dieser Einsatz wird das Kapitel „Kurioses“ in der Holzkirchner Feuerwehr-Chronik schmücken. Mit 22 Aktiven rückte die Truppe von Kommandant Ludwig Würmseer am Dienstag (30. Juni) aus, um einen Bauarbeiter aus einem ungewöhnlichen Schlamassel zu retten: Der Mann konnte sich nicht mehr selbstständig aus dem Morast einer Baugrube befreien.  

Wie die Holzkirchner Polizei mitteilt, ereignete sich das Schlamassel gegen 11 Uhr auf einer privaten Baustelle in der St.-Josef-Straße. Ein 50-jähriger Bauarbeiter aus Geretsried war in der Baugrube eines Privathauses, das unweit der neuen Kirche St. Josef entsteht, mit Farbmarkierungen beschäftigt. Um den Untergrund für den Neubau zu stabilisieren, sollten in der Baugrube bis zu fünf Meter lange Gründungspfeiler ins Erdreich versenkt werden. Die entsprechenden Schächte waren vorbereitet, um mit Beton verfüllt zu werden.

Knietief sank der Mann in den Morast

In diesem Bereich stapfte der 50-Jährige durch den lehmigen Untergrund, bis er nicht mehr weiterkam. Knietief sank der Mann im morastigen Erdreich ein - und war gefangen. Laut Polizei versuchten seine Kollegen über eine Stunde lang vergeblich, ihn aus der Misere zu befreien. Schließlich rief der Bautrupp die Feuerwehr zur Hilfe, denn es bestand die Gefahr, dass der Mann in einen der Schächte abrutscht.

„Der Baggerfahrer der Baustelle hatte den Mann mit einem Seil gesichert“, berichtet Kommandant Würmseer.  Er selbst beorderte einen Fachmann seiner Truppe an den Ort des Geschehens: Klaus Schneider war als Baggerfahrer der Gemeindewerke just auf einer Baustelle in der Nachbarschaft aktiv und rückte jetzt mit seinem „Werkzeug“ an. Auch Kreisbrandrat Anton Riblinger, Kreisbrandinspektor Andreas Schwabenbauer und Kreisbrandmeister Franz Huber eilten an den Einsatzort, ebenso der BRK-Rettungsdienst. 

Rettung ohne Gummistiefel

Der feststeckende Bauarbeiter wurde mit einem Gurt zusätzlich gesichert. Dann räumte der Feuerwehr-Bagger vorsichtig den Morast rund um den Mann zur Seite und bekam ihn langsam frei. Mithilfe des Klettergurts gelang es Klaus Schneider schließlich, den 50-Jährigen aus dem Morast zu hieven. „Nur seine Gummistiefel blieben stecken“, berichtet Würmseer.

Der dankbare Mann blieb völlig unverletzt. Und auch die Gummistiefel wurden noch erfolgreich freigebaggert.

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