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Baugenossenschaft: Weinmann hört auf - Neubau in vier Jahren

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Von: Andreas Höger

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Abschied nach 40 Jahren: Bernd Weinmann. © Andreas Leder

Holzkirchen benötigt Wohnraum, den will die Baugenossenschaft schaffen. Zunächst stehen aber andere Projekte auf der Liste.

Holzkirchen – Die Rufe werden immer lauter: Holzkirchen braucht zusätzlichen Mietwohnraum, am besten bezahlbar. Viele Blicke richten sich auf die Baugenossenschaft Holzkirchen, die aber auch keine schnellen Lösungen liefern wird.

Die 93. Generalversammlung am Samstag stand erst einmal im Zeichen eines fast epochalen Personalwechsels. Nach 40 Jahren gab Vorstandsvorsitzender Bernd Weinmann die Verantwortung ab ; zu seinem Nachfolger kürten die 62 stimmberechtigten Mitglieder Torsten Altevers.

Der 36-Jährige weiß, dass die Nachfrage nach Wohnungen ständig steigt. „Unsere Wartelisten sind randvoll“, sagt der neue Vorstandsvorsitzende. Kein Wunder: Die Mieter zahlen maximal sieben Euro für den Quadratmeter. Doch Altevers bremst die Erwartungen. Nach den teuren Renovierungen der vergangenen Jahre – seit 2009 investierte die Genossenschaft rund zehn Millionen Euro – gönnt man sich 2020 ein Jahr des Verschnaufens, ehe 2021/2022 die Sanierung der letzten Einheiten in der Baumgartenstraße – der alte „Polizistenblock“ – und in der Tegernseer Straße anstehen. 

„Leute müssen noch mit Ölkännchen heizen“

„Die Leute müssen teilweise noch mit dem Ölkännchen heizen – das muss ein Ende haben“, sagt Altevers, der selbst mit seiner Frau seit zehn Jahren in einer der 219 Genossenschaftswohnungen lebt und als Polizist arbeitet. In diesem Jahr standen neben den üblichen Renovierungen bei Mieterwechseln Balkonsanierungen in der Birkenstraße an, die allein über 200 000 Euro verschlangen.

Frühestens ab 2023 will sich die Genossenschaft mit dem schon länger anvisierten Neubau in der Lindenstraße beschäftigen, wo man über ein baureifes Grundstück verfügt. „Aber wir können nicht zaubern“, sagt Altevers, „ich kann da heute nichts versprechen.“

Nach der Verabschiedung von Weinmann, dem auch Bürgermeister Olaf von Löwis seinen Dank aussprach, musste der dreiköpfige Vorstand wieder komplettiert werden. Neben Altevers wurde Hans Nitsch für weitere drei Jahre bestätigt; neu ins Gremium rückte Christine Blank, die als langjährige Bürokraft der Genossenschaft alle Abläufe schon sehr genau kennt.

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