+
Mehr als ein Parkplatz soll der Holzkirchner Marktplatz künftig sein, da sind sich alle Beteiligten in der Gemeinde einig. Die Parkplätze komplett abschaffen möchte die CSU aber nicht zwingend. 

Antrag der CSU

Am Marktplatz soll was vorwärtsgehen

  • schließen

Ein Treffpunkt für die Bürger soll der Holzkirchner Marktplatz sein. Gesprochen wurde in den vergangenen Jahren viel über das Wie, getan hat sich wenig. Per Antrag will die CSU die Planung vorantreiben.

Holzkirchen – Tische, Bänke, ein kleines Café: Beim internationalen Parking Day zeigte die Holzkirchner Verwaltung im September bereits, was auf dem Marktplatz möglich wäre. Die Sperrung für Autos während des Grünen Markts wiederum funktionierte nur teilweise. Ideen für eine Belebung des Marktplatzes gibt es einige in der Marktgemeinde, doch die Umsetzung zieht sich, ein konkreter Plan fehlt seit Jahren. Das will die CSU-Fraktion im Gemeinderat ändern und beantragte deshalb, die Verwaltung möge heuer Gestaltungsentwürfe vorlegen.

Konkret heißt es im Antrag „Marktplatz 2020 – Neugestaltung des Holzkirchner Marktplatzes“, die Verwaltung solle die Entwürfe „der Leistungsphase 2 (Vorplanung) und möglichst auch der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung)“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorlegen. Vorab in den Fraktionen, um deren Ideen und Vorstellungen abzufragen, und schließlich im Marktgemeinderat. „Der Marktplatz ist das Herzstück von Holzkirchen und er soll zu einem Lebensmittelpunkt für die Holzkirchner Bürger, Vereine und Organisationen vor Ort werden“, heißt es in der Begründung. Deshalb sei die im Ortsentwicklungskonzept beschlossene Neugestaltung notwendig.

Marktplatz ist offene Aufgabe des Gemeinderats

Konkrete Vorschläge, wie der Marktplatz gestaltet werden könnte, nennt die CSU nicht. Das sei beabsichtigt, erklärt der Ortsvorsitzende Sebastian Franz auf Nachfrage:„Wir wollen mit Offenheit vorgehen.“ Der Antrag sei, nachdem seit Jahren geredet, aber nichts getan werde, als Anstoß gedacht. Wobei ihm klar sei, dass andere Projekte Vorrang hätten. Mittlerweile läuft die Geothermie und die Mittelschule ist angestoßen, also könne nun der Marktplatz, eine der offenen Aufgaben des Marktgemeinderats, angegangen werden.

Um den zentralen Ort der Gemeinde attraktiver zu machen, muss dieser nach dem Verständnis der CSU nicht zwingend autofrei sein. „Nur weil die Autos weg sind, gibt es nicht zwingend mehr Aufenthaltsqualität“, erklärt Franz. Dafür biete der Marktplatz aktuell einfach zu wenig. Aber: Bisher sei das der einzige konkrete Vorschlag. Weitere Ideen könnten nun besprochen werden, während die Planung voranschreitet.

Marktplatz: Kleine Schritte gehen

Ein, zwei hätte der Ortsvorsitzende der CSU bereits: Die Kabel, die während des Grünen Markts für Strom sorgen, sind ihm etwa ein Dorn im Auge. Statt zweier Verteilerkästen könnten die Stände den Strom über im Boden versenkbare Kästen beziehen. So gebe es keinen Kabelwust mehr. Auch mehr Sitzbänke, Tische oder ein Brunnen seien denkbar.

Mit dem Antrag will die CSU das Projekt Marktplatz vom Gesprächs- zum Gestaltungsthema machen. Allerdings nicht auf Kosten anderer Vorhaben der Gemeinde. „Holzkirchen ist mehr als der Marktplatz“, weiß Sebastian Franz. Es gelte, kleine Schritte zu gehen – wie auch bei anderen Projekten, etwa der Neugestaltung des Bahnhofsareals. Aber diese Schritte müssten eben gegangen werden – Bekundungen, sie gehen zu wollen, sollen der Vergangenheit angehören.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Erster Toter - Aber erstmals weniger Infizierte
Der Landkreis Miesbach steht wegen des Coronavirus weitgehend still. Alle News hier im Ticker.
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Erster Toter - Aber erstmals weniger Infizierte
Corona-Service im Landkreis Miesbach: Lieferservice von Restaurants und mehr - alles auf einer Karte
Viele Menschen benötigen Hilfe in der aktuellen Corona-Krise im Tegernseer Tal, in der Region Holzkirchen und im Schlierach- und Leitzachtal. Viel Menschen wollen …
Corona-Service im Landkreis Miesbach: Lieferservice von Restaurants und mehr - alles auf einer Karte
Acht Jahre Strampeln im Gegenwind: Radl-Beauftragter zieht Bilanz
Acht Jahre lang strampelte er sich ab: Hartmut Romanski war der erste „Beauftragte für den Fuß- und Radverkehr“ der Marktgemeinde. Der 78-Jährige hat viel bewegt im Ort, …
Acht Jahre Strampeln im Gegenwind: Radl-Beauftragter zieht Bilanz
Von wegen Gewinnspiel: Ältere Holzkirchnerin hat Betrüger am Telefon
Schon wieder haben Telefonbetrüger ihr Glück in Holzkirchen versucht. Diesmal wollten sie einer älteren Frau weismachen, sie hätte bei einem Gewinnspiel gewonnen. 
Von wegen Gewinnspiel: Ältere Holzkirchnerin hat Betrüger am Telefon

Kommentare