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Erweitert das Angebot: Die Sportanlage an der Baumgartenstraße können die Holzkirchner unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit nutzen, etwa für Basketball oder Fußball.

Bürgerbefragung

Wer treibt wo wie Sport im Ort?

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Wie sich die Holzkirchner den Sport in der Marktgemeinde vorstellen, können sie nun in einer repräsentativen Umfrage angeben. Dabei will die Gemeinde gemeinsam mit einem Planungsbüro auch Rückschlüsse auf die Gewohnheiten der Bürger ziehen, um so das Angebot zu verbessern.

Holzkirchen – Ein Sportentwicklungsplan soll den Sport in Holzkirchen in neue Sphären heben und gleichzeitig nachhaltig für die Zukunft aufstellen. Doch wie treiben die Holzkirchner eigentlich Sport? Welche Bedürfnisse haben sie? Das will die Gemeinde jetzt im ersten von drei Schritten (wir berichteten) gemeinsam mit dem Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung aus Stuttgart ermitteln.

Um die Aktivität der Holzkirchner, aber auch ihre Wünsche und Sorgen herauszufinden, verschickt die Gemeinde derzeit einen Fragebogen an rund 4000 zufällig ausgewählte Bürger ab zehn Jahren. Auch Schulen, Kindertagesstätten und Sportvereine haben bereits Fragebögen erhalten, um ihre sportlichen Wünsche und Vorstellungen ebenfalls zu äußern.

Dabei geht es gezielt darum, die individuellen Bedürfnisse herauszufinden. Betätigt sich der Befragte lieber im Verein, in einer Gruppe oder alleine? Spielt er Fußball oder macht er Karate? Geht er Joggen, und wenn ja, welche Route bevorzugt er? Oder vertreibt sich ein Jugendlicher gerne mal die drohende Langeweile auf der Skateranlage – und bald an der Jugendfreizeitanlage? Und vor allem: Was fehlt den Holzkirchnern an Betätigungsmöglichkeiten im Ort? Viele – und weitere – Fragen, die die Befragten auf sich persönlich zugeschnitten beantworten können – und auch sollten.

Umfrage online und schriftlich

Denn nur, wenn Gemeinde und Planungsinstitut in der Auswertung eine repräsentative Mehrheit der Holzkirchner darstellen können, können sie auch zielführende Maßnahmen auf den Weg bringen. Diese könnten dann von verhältnismäßig kleinen Dingen wie ein paar Trimm-dich-Geräten bis zu einer viel diskutierten neuen Eishalle reichen (wir berichteten). Wobei das zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation ist.

Ihre Antworten können die rund 4000 Befragten vorrangig im Internet abgeben. Die zufällig ausgewählten Personen erhalten einen Brief mit einem Zugangscode für eine Online-Befragung. Dort können sie dann die Angaben zu Sportorten, Gewohnheiten und weiteren Wünschen abgeben. Damit die breite Holzkirchner Bevölkerung abgebildet werden kann, gibt es für weniger internetaffine Personen auch einen schriftlichen Fragebogen.

Umfrage: Auswertung in den Osterferien, dann Bürgerworkshop

Um diesen zu beantworten, haben die Holzkirchner rund sechs Wochen Zeit, in den Osterferien (6. bis 18. April) werden die Rückläufer ausgewertet. Als nächster Schritt ist dann für Ende Mai ein öffentlicher Bürgerworkshop geplant, bei dem die Ergebnisse vorgestellt werden. Zudem ist vorgesehen, über die Entwicklung erster sportpolitischer Ziele der Marktgemeinde zu diskutieren. Zu dem Bürgerworkshop sind Holzkirchner Bürger eingeladen.

Probst-Sigl-Straße: Sportanlage wartet weiter auf Freigabe.

Die Umfrage und der Bürgerworkshop bilden dann die Grundlage für die Erstellung des Sportentwicklungsplans der Gemeinde. Wie berichtet, soll dieser im Herbst, voraussichtlich Oktober oder November, dem Gemeinderat und den Bürgern präsentiert werden.

Rückfragen

Bei Unklarheiten stehen Stefan Eckl vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung, Tel. 07 11 / 5 53 79 55, eckl@kooperative-planung.de oder Eva-Maria Schmitz von der Standortförderung der Gemeinde, Tel. 0 80 24 /64 23 20, standortfoerderung@holzkirchen.de, zur Verfügung.

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