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Nicht nur Basket- oder Handball, sondern auch exotischere Sportarten wie Einradfahren und sportfreie Veranstaltungen finden in der Batusa-Halle statt. Das muss beim Sportentwicklungsplan berücksichtigt werden.

Zeitplan vorgestellt

Drei Schritte zum Sportentwicklungsplan

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Mit einem Sportentwicklungsplan will die Gemeinde Holzkirchen dauerhaft die Bedürfnisse der Vereine und Freizeitsportler erfüllen. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit gibt es jetzt einen Zeitplan für das weitere Vorgehen.

Holzkirchen – Die Jugendfreizeitanlage neben dem Skatepark am Ladehof ist fast fertig. Der Rasenplatz an der Probst-Sigl-Straße könnte ebenfalls bald für Freizeitsportler freigegeben werden. Vor allem die Jugendlichen in der Marktgemeinde freuen sich im kommenden Jahr auf zusätzliche Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Doch reicht das? Und was wünschen sich die Vereine im Ort? Das will die Gemeinde mit dem Sportentwicklungsplan herausfinden. Im Oktober 2018 beschloss der Marktgemeinderat das Konzept, jetzt stellte das Institut für Planung und Sportentwicklung IKPS aus Stuttgart beim Runden Tisch Sportstätten einen groben Zeitplan vor.

Dieser umfasst bis zum kommenden Herbst drei Schritte. Im ersten erfassen Gemeinde und IKPS das Sport- und Bewegungsangebot in Holzkirchen und welche Räume – Sportplätze, Hallen oder Bäder – hierfür zu Verfügung stehen. Das soll bis Ende dieses Jahres geschehen. Nach dieser Bestandsaufnahme verschicken Gemeinde und IKPS eine repräsentative Umfrage an 4000 Teilnehmer zwischen zehn und 80 Jahren. Mit dieser werden die Bedürfnisse der Holzkirchner Bürger, Sportvereine, Schulen und Kindertageseinrichtungen ermittelt.

Mit dieser Umfrage als Grundlage steht dann im Sommer ein Bürgerworkshop an, bei dem sich alle interessierten Holzkirchner einbringen können, wie es zuletzt auch bei der Neugestaltung des Bahnhofsareals der Fall war. Das IKPS plant, die Ergebnisse dieser drei Schritte im Oktober oder November 2020 präsentieren zu können.

Sportentwicklungsplan: Von Hallen bis Spielplätzen

Am Platz an der Haidstraße wird Fußball großgeschrieben. Gibt es auch andere Nutzungsmöglichkeiten?

Für Jörg Wedekind, ehrenamtlicher Sportbeauftragter der Gemeinde, ist der Zeitplan ein Schritt in die richtige Richtung. „Der strukturierte Ablauf ist eine gute Grundlage, um wirklich alle Fakten und Bedürfnisse zu erfassen und Sport in Holzkirchen nachhaltig zu gestalten“, sagt er. „Der vorgestellte Zeitplan zeigt, dass das Thema zügig angegangen wird. Umso wichtiger ist es, dass sich alle Holzkirchner aktiv in den Prozess einbringen.“

Im Sportentwicklungsplan betrachten Gemeinde, Wedekind und IKPS nicht nur die vorhandenen Flächen, sondern eben auch die Bedürfnisse der Holzkirchner, erklärt IKPS-Geschäftsführer Stefan Eckl: „Neben der Frage nach den Räumen betrachten wir auch, welche Sportarten es überhaupt gibt – vom Einradtraining bis zum klassischen Breitensport. Wir sehen uns an, welche Unterstützung Vereine brauchen, um gut für die Zukunft aufgestellt zu sein.“ Deshalb werden auch Laufstrecken, Fitnessparcours und Spielplätze in die Untersuchung mit einbezogen.

Sportentwicklungsplan: Standort für Eisstadion sollte gefunden werden

Das Hubertusstadion an der Thanner Straße sucht nach über 60 Jahren nach einem Nachfolger.

Ein Punkt, den der Sportentwicklungsplan dringend klären sollte, ist ein möglicher Standort für das Eisstadion. Das Hubertusstadion in der Thanner Straße hat über 60 Jahre auf dem Buckel, der Verein Holzkirchner Halle hat die Vision einer Multifunktionsarena in der Alten Au. Die könnte auch abseits vom Sport für Unterhaltung in der Marktgemeinde sorgen. Dem steht die Idee eines Investors gegenüber, der dort gerne einen Wellness-Tempel errichten würde. Vielleicht sogar in Kombination mit einer Eishalle, wenngleich der Platz für beide Seiten dann deutlich eingeschränkt wäre.

Ob und welche Ideen und Wünsche der Sportler umgesetzt werden, wird nun in den nächsten Monaten erarbeitet. Eine Zahl lässt auf ein gutes Konzept hoffen: Die Sportwissenschaftler des IKPS haben bereits über 400 Projekte umgesetzt.

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