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Freuen sich auf eine echte Holzkirchner Ausstellung: Archivar Johannes Widmann, Ingrid Huber (l.), Geschäftsführerin des Kultur im Oberbräu, und Gemeinde-Sprecherin Annika Walther.

Ausstellung: Holzkirchner Karikaturen

Die Geschichte des Markts in Bildern

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Ab diesem Sonntag wartet das Kultur im Oberbräu mit einer echten Holzkirchner Ausstellung auf: den Karikaturen des ehemaligen Dekans Josef Imminger.

Holzkirchen – Die Feuerwehr hat seit jeher eine besondere Stellung in Holzkirchen – nicht zuletzt durch das halbe Dutzend Großbrände im 19. Jahrhundert. Um die Bedeutung der Feuerwehr wusste auch der ehemalige Holzkirchner Dekan Josef Imminger (1886 – 1956). In seiner 36 Bände starken Chronik „Beiträge zur Ortsgeschichte des Marktes Holzkirchen“ widmete er der Feuerwehr eine der wenigen farbigen Zeichnungen. Die Illustration eines Feuerwehrmannes ist eines der Bilder, die ab Sonntag bei der Ausstellung „Holzkirchner Karikaturen“ im Foyer des Kultur im Oberbräu zu sehen sind.

Mit über 100 unterschiedliche Zeichnungen hat Josef Imminger seine Chronik optisch aufgewertet, berichtetJosef Widmann, Archivar der Marktgemeinde. Die meisten sind nur wenige Quadratzentimeter groß. Umso imposanter sind die Details, die der 1929 nach Holzkirchen gekommene Geistliche ausgearbeitet hat. Damit diese Details in der Ausstellung zur Geltung kommen, wurden die Zeichnungen vergrößert und gerahmt. „Das sind tolle Bilder“, meint Widmann.

„Echte“ Holzkirchner Ausstellung

Nur kennen sie nur wenige Holzkirchner, und bevor die Zeichnungen weitere Jahrzehnte im Gemeindearchiv vor den Bürgern verborgen bleiben, regte der Archivar eine Ausstellung an. Die Gemeinde habe gleich zugestimmt und auch Ingrid Huber, Geschäftsführerin des Kultur im Oberbräu, war schnell Feuer und Flamme. „Ich habe sie angeschaut und gedacht: Boah, die sind echt gut“, sagt Huber. Als Kunsthaus freue sich das Kultur im Oberbräu natürlich immer, wenn es eine „echte“ Holzkirchner Ausstellung organisieren kann. „Das ist Holzkirchner Geschichte. Die gehört auch mal ausgestellt“, stellt Huber klar.

25 Bilder hängen bereits an den Wänden, die zeigen verschiedenste Aspekte des Lebens in der Marktgemeinde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben dem Feuerwehrmann sind unter anderem Illustrationen verschiedener Berufsgruppen, des Markts,, von Verhandlungen über die Mitgift bei einer Hochzeit oder einfach geschwätziger Bürger zu sehen. Die Darstellung ist mal nachdenklich, mal neutral aber auch mit einem Augenzwinkern, etwa wenn eine Frau sich nicht mehr von dem neuesten Wunder der Technik, einem Plattenspieler, loseisen möchte. In der Ausstellung hängen thematisch passende Zeichnungen zusammen.

Besucher können Bilder erstehen

Damit die Besucher auch wissen, was sie gerade betrachten, hat die Gemeinde ein Begleitheft mit Hintergründen für die Ausstellung erstellt, erklärt Pressesprecherin Annika Walther. Den Ausstellungszeitraum habe man bewusst von Mitte Januar bis Mitte März gewählt. So können sich auch Holzkirchner, die selten Kulturveranstaltungen besuchen, rund um die Bürgerversammlung am 19. Februar die Bilder zu Gemüte führen.

Sollte einem Besucher eine Karikatur Immingers besonders gut gefallen, besteht die Möglichkeit, sich ein Exemplar für zuhause zu besorgen. Die Bestellung kann bei Archivar Josef Widmann abgegeben werden, der dann eine weitere Replik erstellen lässt. Grob hat er einen Eigenkostenpreis von 60 Euro für Vergrößerung und Rahmen veranschlagt.

Nach der Ausstellung im Kultur im Oberbräu kehren die Illustrationen ins Gemeindearchiv zurück. Das heißt aber nicht, dass diese dort in den nächsten Jahrzehnten verschwinden. Laut Walther wäre denkbar, die Bilder abwechselnd im Rathaus auszustellen.

Die Ausstellung

eröffnet an diesem Sonntag um 15 Uhr mit einer Vernissage. Die Illustrationen von Dekan Josef Imminger hängen dann bis zum 12. März und können zu den Öffnungszeiten des Kultur im Oberbräu kostenlos besichtigt werden.

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