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Auf den Hund gekommen sind immer mehr Holzkirchner. Die Gemeinde will nun herausfinden, ob alle Halter ihre vierbeinigen Kameraden angemeldet haben. 

Wie viele Leben in der Gemeinde?

Holzkirchen ist den Hunden auf der Spur

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Wie viele Hunde streifen wirklich mit ihren Herrchen und Frauchen durch Holzkirchen? Das will die Gemeinde wissen. Wer seinen Hund nicht anmeldet – und Steuern zahlt –, dem droht ein empfindliches Bußgeld.

Holzkirchen – 719 Hunde sind in Holzkirchen auf den Mensch gekommen, streifen jeden Tag mit ihren Herrchen und Frauchen über die Wege und Wiesen der Marktgemeinde. 719 Hunde, das sind 57 mehr als im Vorjahr (662). Doch sind das wirklich alle? Das will die Marktgemeinde mit einer Hundebestandsaufnahme herausfinden.

Der Hintergrund ist durchaus ernst: Sollte die Gemeinde herausfinden, dass ein Hundebesitzer seinen vierbeinigen Gefährten nicht angemeldet hat – und entsprechend Steuern bezahlt – droht ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro. „Jeder Fall wird auf Verhältnismäßigkeit geprüft“, erklärt Cornelia Weber, Pressesprecherin der Gemeinde. Und doch sollten Hundebesitzer, die ihre Hunde noch nicht angemeldet haben, dies schleunigst nachholen. Bis zum 20. Dezember drückt die Gemeinde beide Augen zu. So können sich Hundehalter einiges an Ärger und Geld sparen. Bei verspäteter Anmeldung droht das Bußgeld.

Hundesteuer deutlich billiger als Strafe

Die Strafe ist deutlich höher als die Hundesteuer, die Ende 2018 erhöht wurde. 70 Euro kostet der erste Hund, 100 der zweite und jeder weitere 130. Kampfhunde, von denen laut Weber aktuell keiner in der Gemeinde gehalten wird, kosten 500 Euro pro Jahr. Also noch immer ein Zehntel des möglichen Bußgeldes, wenn der Hund nicht gemeldet ist.

Mit der Hundesteuer gleicht die Gemeinde ihre Kosten aus, zum Beispiel für die 40 Hundetoiletten entlang der beliebtesten Gassi-Routen. Bei diesen musste die Gemeinde in den vergangenen Jahren jeweils ein Defizit von rund 4000 Euro ausgleichen. Deshalb auch die Steuererhöhung.

Wobei sich offenbar nicht alle Hundehalter an den sogenannten Hundekottütenspendern bedienen. Das sorgte Anfang November für Ärger: Ein Unbekannter drohte in der Thanner Straße mit Giftködern. Den „Drohbrief“ hatte er direkt neben einem Hundehaufen platziert, allerdings bereits wieder entfernt, als die Polizei diesen am Tatort in Augenschein nehmen wollte.

Hunde-Zählung ist Hinweis, keine Drohung

Die Gemeinde will die Hundebestandsaufnahme nicht als eine Androhung von Strafe, sondern einen Hinweis verstanden wissen. „Es ist eine Information an die Bevölkerung“, sagt Cornelia Weber. „Manche Leute wissen vielleicht nicht, dass es eine Hundesteuer gibt.“ Der Hinweis sei eine vorbeugende Maßnahme, dass es nach Fälligkeit der Hundesteuer im kommenden März nicht zu unangenehmen Überraschungen bei Herrchen und Frauchen kommt.

Und diejenigen, die meinen, sie könnten die Gemeinde austricksen, sollten aufpassen. Mit der Erhöhung der Hundesteuer hat die Marktgemeinde sich gleichzeitig das Recht gesichert, zu überprüfen, ob die Hunde wirklich angemeldet sind. Heißt: Die Nachbarn dürfen über die Hunde in einem Haushalt befragt werden.

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