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Tempo 70 und kein Hinweis auf die Spurtrennung: Auf der B 318 Richtung Autobahn lässt die Beschilderung weiter auf sich warten. Laut Bauamt gibt es Verzögerungen bei der beauftragten Firma. 

Schilder verzögern sich

Keine freie Spurwahl auf B 318

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Rechtsfahrgebot oder so früh wie möglich auf der richtigen Spur einordnen. Auf der B318 Richtung A8 stehen Autofahrer häufig vor dieser Frage - auch wegen fehlender Schilder.

Holzkirchen – Die linke Spur führt auf die A 8 Richtung München, die rechte Richtung Salzburg. Ortskundige Autofahrer wissen, dass sie sich auf der zweispurig ausgebauten B 318 Richtung Autobahn rechtzeitig einordnen müssen, doch immer wieder kommt es zu Spurwechseln im vermeintlich letzten Moment. Ernst Größwang, Polizeihauptkommissar und Mitarbeiter Verkehr in der Holzkirchner Dienststelle, erklärt, wie sich solche Situationen vermeiden lassen.

Generell gelte im zweispurigen Bereich keine freie Spurwahl, sondern das übliche Rechtsfahrgebot, führt Größwang aus. Heißt im Klartext: Auch Autofahrer, die nach München wollen, müssen bis zu einem geeigneten Zeitpunkt für einen Wechsel auf der Spur Richtung Salzburg fahren. Auf der linken Fahrspur Richtung München sollte man sich etwa ab der Abfahrt einordnen, die ins Gewerbegebiet Fichtholz und nach Föching führt. „Die Geschwindigkeit ist dort entsprechend reduziert, so bleibt genügend Zeit, sich zu orientieren“, sagt Größwang. Vorausgesetzt, dass sich die Autofahrer dort auch an Tempo 50 halten.

Ein möglicher Grund für die trotzdem teils riskanten Spurwechsel könnte die derzeit noch fehlende Beschilderung sein. Zwar sind die Schilder an den Autobahnauffahrten laut Größwang groß genug, dass man sie auch von weiter weg sieht. Doch eine kurze Unachtsamkeit könne schon genügen, die Schilder zu spät zu erkennen.

Schilder-Firma muss zum Rapport ins Bauamt

Damit künftig alle Verkehrsteilnehmer frühzeitig wissen, auf welcher Spur sie weiterfahren müssen, wird das Staatliche Bauamt Rosenheim noch Schilderbrücken im zweispurigen Bereich der B 318 aufstellen. Doch die Schilderbrücken lassen auf sich warten, das ärgert auch das Straßenbauamt. Deshalb sei mittlerweile in Rosenheim der Geduldsfaden gerissen, gestern hatten stellvertretende Amtsleiter Stefan Leitner und Gebietsleiter Florian Deininger Vertreter der Schilder-Firma zum Rapport geladen. Bis Montag hat die Firma einen Aufschub erhalten, ihren Zeitplan zu überarbeiten.

Für mehr Sicherheit sollen künftig Aufpralldämpfer sorgen. Richtung Holzkirchen wurden diese in den vergangenen Tagen an der Auffahrt zur Nordumfahrung installiert, jetzt folgt der Aufpralldämpfer an den Autobahnauffahrten. Diese sollen im Notfall Schlimmeres verhindern, sollte ein Autofahrer die Fahrbahn zu spät wechseln.

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