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Über 100 Jahre ist das Dach des Kindergartens Hartpenning mittlerweile alt. Im Zuge der Au fstockung der Feuerwehr soll es ersetzt werden. Auch die Fassade soll neu gestrichen werden.

Dach über 100 Jahre alt

Kindergarten Hartpenning wird aufgehübscht

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Der Kindergarten Hartpenning bekommt einen neuen Anstrich – und nach über 100 Jahren ein neues Dach dazu. An den Kapazitäten ändert sich vorerst allerdings nichts.

Großhartpenning – Seit 110 Jahren hält das Dach des Kindergartens Hartpenning in der Tölzer Straße dicht. Und wahrscheinlich würde es das auch noch eine ganze Weile tun. Trotzdem haben die Gemeinderäte im Hauptausschuss in der ersten Sitzung des Jahres beschlossen, Dach und Fassade des Kindergartens zu sanieren.

Die Maßnahme soll gemeinsam mit der Aufstockung des angrenzenden Feuerwehr-Gerätehauses geschehen. Wie berichtet, hat die Gemeinde bereits 50 000 Euro für das Material zugesagt, die Arbeit übernehmen Feuerwehr und Vereine, die teilweise ihr Material im Gerätehaus lagern. Eigentlich wollte die Wehr das Gerätehaus schon im vergangenen Jahr aufstocken, doch nach Absprache mit dem Bauamt habe man die Arbeiten auf 2020 verschoben. „Wir können die Gegebenheiten wie Kran oder Gerüste mitnutzen“, beschreibt Kommandant Hubert Schmid die so entstehenden Synergien.

Kosten für Sanierung: rund 125 000 Euro

Wie Josef Kellner, Leiter Bautechnik, jetzt im Hauptausschuss erklärte, habe die Verwaltung überlegt, in diesem Zuge den Kindergarten teil zu sanieren. „Angedacht ist, das Dach teilweise neu einzudecken und zu dämmen und die Fassade und Fenster neu zu streichen.“ Vor allem die Dämmung sei wichtig, denn bisher gibt es unter dem Dach keine. Die Kostenannahme für Material und Arbeit beträgt rund 125 000 Euro. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) verdeutlichte die Dringlichkeit, „weil wir sonst in Termindruck geraten“.

Vor allem Hubert Müller (FWG) begrüßte die geplante Maßnahme. Da das Dach seit 1910 dichthalte, sei der Kindergarten „eines der nachhaltigsten Gebäude in Hartpenning“. Christoph Schmid (CSU) stimmte dem zu: „Ich höre, dass der Kindergarten sehr gut angenommen wird. Es ist ein Punkt der Anerkennung, wenn das Gebäude aufgehübscht wird.“ Ulrike Küster (Grüne) wollte wissen, welches Dämmmaterial vorgesehen sei. „Es soll nicht der Sondermüll von morgen sein“, gab sie zu bedenken. Laut Kellner habe sich das Bauamt noch nicht näher damit befasst, man werde aber darauf achten, keinen möglichen Sondermüll zu verbauen.

Raumkonzept im Kindergarten: „Schnellschuss vermeiden“

Um die Kapazität des Kindergartens, der derzeit 25 Kinder betreut, ging es Simon Ammer (SPD). Er wollte wissen, ob mit der Sanierung auch das Raumkonzept angepackt werde, schließlich sei wegen der begrenzten Räumlichkeiten derzeit kein Ganztagskonzept möglich. Löwis musste bei diesem Punkt etwas bremsen. Aufgrund der Dringlichkeit der Sanierung sei nicht vorgesehen, auch das Raumkonzept zu betrachten. Hierfür müsste die Verwaltung bei der Planung tiefer in die Materie eintauchen und das sei zeitlich nicht möglich. „Wir wollen einen Schnellschuss vermeiden.“ 

Denn man müsse auch die Ideen der Bürger zur Ortsgestaltung im Blick behalten. Eine zeitnahe Sanierung und spätere Erweiterung des Raumkonzeptes schließe sich nicht aus. Ammer war wichtig, dass man sich in diesem Hinblick für die Zukunft nichts verbaut.

Einstimmig beauftragten die Räte im Hauptausschuss die Verwaltung, das Vergabeverfahren einzuleiten. Gleichzeitig bemächtigten sie Bürgermeister Löwis, die Aufträge zu vergeben.

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